Inzwischen haben wir es alle verstanden: Blogs sind in den meisten Fällen das soziale Medium, das am meisten Erfolg verspricht. Verbesserung der Suchmaschinenergebnisse, Darstellung eigener Kompetenz, Akquise und Kundenbindung – den Nutzen von Unternehmens-Blogs haben wir verstanden.

Dennoch wird Blogs oftmals mit Ablehnung begegnet, speziell dort, wo Social Media generell ein wenig behandeltes Thema sind. Die häufigsten drei Vorbehalte gegen das Betreiben eines Blogs – und ihre Lösungen – wollen wir heute aufgreifen.

 

Vorbehalt 1: Keine Zeit

Erfolgreich bloggen: 3 Blog-Vorbehalte und Antworten

Einen Blog zu pflegen, kostet Zeit. Themenplanung, technische Fragen und nicht zuletzt das Verfassen und Veröffentlichen der Artikel. Daran führt kein Weg vorbei. Der zeitliche Aufwand lässt sich jedoch auf zwei Wegen reduzieren: Man beauftragt einen externen Dienstleister, wenn man so wenig Zeit wie irgend möglich aufbringen will, oder man betreibt eine gründliche Planung.

 

Lösung: Planung

Jedes Instrument der Unternehmenskommunikation kostet Zeit, und dies ist bei einem Blog nicht anders. Steckt man jedoch noch ein bißchen mehr Zeit in eine gründliche Planung, holt man in den kommenden Monaten und Jahren nicht nur diese Zeit ein, sondern spart noch mehr an der Zeit der Blogbetreibung.

Wählen Sie den oder die BlogbetreiberInnen sorgfältig aus (siehe Vorbehalt 2). Legen Sie eine Content-Strategie fest: Welche Zielgruppe wollen Sie ansprechen? Welche Probleme und Fragen Ihrer Zielgruppe können Sie lösen? Welche Stimme verleiht Ihre Markenidentität Ihrem Blog?

Sammeln Sie auf Basis Ihrer Strategie Themen für zukünftige Blogartikel und stellen Sie einen Redaktionsplan auf. Sie sparen viel Zeit, wenn Sie nicht erst mühsam nach Themen suchen müssen, wenn Sie einen Blogartikel veröffentlichen wollen! Planen Sie Ihre Blogartikel mindestens eine Woche, besser noch einen Monat im voraus.

Entscheiden Sie sich für einen Rhythmus, in dem regelmäßig neue Artikel erscheinen und bleiben Sie dabei. Dauerhaft einmal alle zwei Wochen ist hierbei besser als 10 Artikel in den ersten drei Wochen, und danach kommt das Blog zum Erliegen. Idealerweise erscheint zwei- bis dreimal die Woche ein neuer Artikel.

Vorbehalt 2: Kein Personal

Wer soll das Blog betreiben? Auch hier bieten sich wieder zwei Wege: Sie können einen externen Dienstleister beauftragen, der strategie- und unternehmensbezogene Fragen mit Ihnen bespricht und regelmäßiges Feedback von Ihnen bekommt, aber ansonsten weitestgehend allein das Blog pflegt. Oder Sie übertragen die Blogpflege an einen Ihrer Mitarbeiter. Hier sind Sie gut beraten, die Auswahl mit Bedacht zu treffen.

 

Lösung: Sorgfältige Auswahl

Wenn Sie einen Mitarbeiter auswählen, der geeignete Qualitäten mitbringt, wird dieser bedeutend weniger Zeit für die Blogpflege benötigen als ein weniger geeigneter Mitarbeiter. Ihr Mitarbeiter sollte gut schreiben und auch Interesse an der Blogpflege haben. Eine Schulung oder ein Coaching ist ebenfalls ratsam und spart sowohl Zeit als auch Ärger.

Vorbehalt 3: Keine Ideen

“Worüber sollen wir schreiben?” Viele Unternehmer stellen sich diese Frage, wenn sie vor der Entscheidung eines Unternehmens-Blogs stehen. Doch in eigentlich jedem Unternehmen gibt es mehr als genug Stoff für einen Unternehmensblog.

 

Lösung: Augen offen halten

Sie haben Ihre Blog-Zielgruppe definiert und wissen, wen Sie ansprechen wollen. Beginnen Sie eine Liste mit Ideen für Blogartikel, wie bereits angesprochen. Fragen Sie sich: Was möchte diese Zielgruppe wissen? Neuigkeiten aus Ihrem Unternehmen und Ihrer Branche haben da ihren Platz. Welche Fragen stellen Ihnen neue oder alte Kunden immer wieder? Schreiben Sie Blogartikel zu diesen Fragen und beantworten Sie sie. Das Zauberwort lautet Mehrwert für Ihre Leser. Kann man den Einsatz Ihrer Produkte vereinfachen? Schreiben Sie darüber. Gibt es Tipps zum alternativen Einsatz, oder zur Pflege oder Verlängerung der Lebensdauer Ihrer Produkte? Oder nehmen Sie sich diesen Artikel zur Inspiration: Was sind häufige Vorbehalte gegen Ihre Produkte?

 

Wie geht erfolgreich Bloggen? Schlussfolgerungen

Die Erkenntnis ist nicht bahnbrechend neu, sondern beruhigend vertraut: Mit der richtigen Planung lässt sich alles vereinfachen – sogar ein Unternehmensblog. Ja, ein gewisser Aufwand lässt sich nicht vermeiden. Doch alles, was Sie in Ihrem Unternehmen tun, ist mit Arbeit und/oder Kosten verbunden, nicht wahr? Die Frage ist doch letzten Endes immer: Ist der erreichte Nutzen den Aufwand wert? Bei einem gut gepflegtem Blog können Sie hier nahezu sicher sein. Und die Zeit, die Sie beispielsweise in Facebook stecken müssen, damit Ihre Facebook Page läuft, ist in einem Blog wesentlich besser investiert.

Widmen Sie sich einer gründlichen Planung, dann können auch Sie für Ihr Unternehmen bald erfolgreich bloggen.

Sie wollen mehr über das Bloggen erfahren? Dann stöbern Sie in unserem Blogging-Leitfaden! Dort finden Sie viele Tipps und Tricks rund um Ihren Blog.

Links:

Kerstin Hoffmann: Chef, wir brauchen ein Corporate Blog

Claudia Hilker: Warum sollten Unternehmen einen Blog einsetzen

Karrierebibel: Was soll ich schreiben? Wie Blogger Themen finden

Karrierebibel: Corporate Blog: Leitfaden für das Unternehmens-Blog

 
 
 
 

* Wie Du mit Social Media neue Kunden anziehst

* Wie Dir die Ideen für neue Inhalte nie ausgehen

* Mit welchem Aktionsplan Du Schritt für Schritt umsetzt,
was Du gelernt hast

Stefanie Norden

Stefanie Norden ist Teil des Teams von B2N Social Media Services. Unser Team unterstützt kleine Unternehmen, sich auch als Anfänger und mit wenig Zeit im Social Web bekannt zu machen. Unter "Leistungen" erfährst Du, wie wir auch Dir helfen können, mittels Social Media neue Kunden zu gewinnen.
Erfolgreich bloggen: 3 Blog-Vorbehalte und Antworten
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3 Gedanken zu „Erfolgreich bloggen: 3 Blog-Vorbehalte und Antworten

  • Pingback: Zeitersparnis durch externe Dienstleister? | die beckerindie beckerin

  • 28. März 2014 um 11:40
    Permalink

    Ich stimme Ihnen in einigen Punkten zu.

    Ein Blog kostet ähnlich wie alle anderen medialen Auftritte Zeit. Doch spätestens bei einem Blog gibt es meiner Meinung nach keine Option sich dafür einen externen Dienstleister zu suchen. Auch wenn ich sonst relativ offen für externe Servicepartner bin, ein Blog ist nicht nur abhängig von den Inhalten, sondern lebt vor allem von den Personen dahinter. Die Menschen die den Blog mit Inhalten leben wollen den Menschen hinter dem Artikel erkennen.

    Ein Blog soll das eigene Unternehmen nicht in Form von Werbebotschaften nach vorne bringen, sondern ich bin der Meinung, dass die eigenen Mitarbeiter, welche Inhalt bereitstellen viel besser dafür geeignet sind. Zum einen sorgt man dadurch für eine bessere Bindung der Mitarbeiter, da diese auch nach außen hin sichtbarer werden, zum anderen zeigt man sein Unternehmen gänzlich unverhüllt und ein Blog unterstützt den Weg, von einem Unternehmensnamen hin zu Menschen und Gesichtern.

    Hier gilt also meiner Meinung nach nicht nur Inhalt sondern auch Authenzität des Schreibers. Und ich kennen keinen externen Dienstleister, der zum Beispiel mich in einem “redaktionell” verfassten Artikel entsprechend authentisch darstellen kann.

    Wenn ich das aber erreichen möchte, müsste ich den von einem Dienstleister geschriebenen Blog-Artikel solange korrigieren, bis er wieder authentisch für mich ist. Und bei dem Zeitaufwand kann ich den Artikel meistens selbst schreiben.

    Was ich jedoch über einen externen Partner machen lassen kann, ist eine Recherche. Das bedeutet, ich habe ein Thema und brauche dazu aber Zahlen, Fakten was auch immer. Dafür kann man meiner Meinung nach sehr gut einen anderen Partner in Anspruch nehmen.

    Für das Schreiben und veröffentlichen sollte man immer Mitarbeiter des eigenen Unternehmens einsetzen.

    Antworten
  • 28. März 2014 um 16:50
    Permalink

    Hallo Herr Jacobi,
    vielen Dank für Ihren Kommentar.

    Grundlegend stimme ich Ihnen zu: Natürlich ist Kommunikation dann am authentischsten, wenn sie direkt aus dem Unternehmen kommt. Doch in der Praxis sieht es meiner Erfahrung nach leider so aus, dass gerade bei kleinen Unternehmen die Pflege eines Blogs zu 100% schlicht nicht möglich ist.

    Somit bleibt zumeist nur die Entscheidung, ganz auf ein Blog und dessen Vorteile zu verzichten oder einen Externen zu beauftragen. Die nun folgenden Szenarien können vielfältig sein (Der Dienstleister coachst das Unternehmen zur Blogpflege mit begrentzem Zeitaufwand, er unterstützt in den Analyse-, Recherche- und Optimierungsbereichen, er verfasst Blogbeiträge zu Produkten und Branche des Unternehmens, während dieser gelegentlich Informationen aus dem Unternehmen verbloggt etc.), doch was immer existent sein muss, ist der Dialog mit dem Unternehmen. Was sind die Ziele, was ist die Zielgruppe, welche Sprache soll gesprochen werden, welche Kultur und Werte vertritt das Unternehmen?

    Natürlich kann das die Stimme des Unternehmens nicht komplett ersetzen, doch ich denke, es gibt Mittel und Wege, eine solche Zusammenarbeit so zu gestalten, dass die Stimme des Unternehmens und die Stimme des Dienstleisters zumindest “in Einklang” gebracht werden.

    Wie gesagt: Das Optimum ist natürlich, dass jegliche Kommunikation im Social-Media-Bereich aus dem Unternehmen selbst kommt. Doch wenn das nicht möglich ist, muss meiner Meinung nach nicht komplett auf Social Media verzichtet werden, sondern es bestehen Wege zur Zusammenarbeit mit einem Dienstleister, sofern dieser seinen Job gut macht. Ob man das will oder nicht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

    Beste Grüße & ein schönes Wochenende,

    Stefanie Norden

    Antworten

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