Als Blogbetreiber kennst Du den Druck, regelmäßig frischen Content veröffentlichen zu müssen. Wie willst Du auch ohne neue Inhalte Deine Leserschaft halten und vergrößern? Und auch die Unternehmenspräsenzen in anderen sozialen Netzwerken sollen nicht im Dornrösschenschlaf versinken.

Content zu erstellen kostet allerdings Zeit, selbst wenn Dir das Schreiben leicht fällt. Stehen gerade viele Aufträge ins Haus gerätst Du schnell ins Straucheln. Für jeden Artikel musst Du ein Themafinden, die Kernaussage definieren, recherchieren und schließlich schreiben. Da kommt einem schon einmal die Frage, ob Conten kaufen nicht eine gute Alternative ist: Du erhältst schließlich originellen Content, ohne dafür viel Zeit investieren zu müssen.

Vorweg: Ja, grundsätzlich ist das möglich. Aber – es ist längst keine optimale Lösung. Wir zeigen Dir alle Vor- und Nachteile auf.

 

Kann man guten Content kaufen? Über Online-Contentplattformen

 

Ein Marktplatz für Schreibaufträge

Es gibt diverse Auftragsplattformen wie Textbroker oder Clickworker, über die Du Content kaufen kannst. Die verschiedenen Seiten funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip: Als Auftragsgeber stellst Du einen Textauftrag ein. Dieser kann von einem der angemeldeten Autoren angenommen werden. Die Vergütung der Autoren variiert von Plattform zu Plattform, ist aber in der Regel deutlich niedriger als der Branchendurchschnitt.

Innerhalb der jeweiligen Plattformen gibt es ein Rating-System für die Autoren. Diese bekommen Probeaufgaben bei der Registrierung und werden anhand ihrer Antworten eingeschätzt. Als Auftraggeber kannst Du wählen, wie gut ein Autor mindestens sein muss, um den eingestellten Auftrag annehmen zu können. Dies definiert auch, wie hoch die Vergütung ausfallen wird.

Wurde ein Text geschrieben, hast Du in der Regel noch einmal die Möglichkeit, Änderungswünsche anzugeben. Wenn Du auch nach der Überarbeitung den Text nicht annehmen möchtest, entscheiden die Betreiber der Plattform. Entspricht der Text Deinen Vorgaben, musst Du ihn annehmen.

 

Deine Vorteile

notebooks_by_colinloganAn erster Stelle natürlich, dass Du nicht selbst recherchieren und schreiben musst. Content kaufen kann ungemein viel Zeit sparen, denn guter Content fällt nicht vom Himmel. Stattdessen gibst Du das Artikelthema, die gewünschte Textlänge und das Keyword vor. In einer kurzen Anleitung gibst Du weitere Anweisungen.

Da Du nicht für den Zeitaufwand bezahlst, sondern einen gewissen Betrag pro Wort, sind die Kosten für Dich überschaubar. Du kannst im Vorfeld kalkulieren und wirst nicht von einer zu hohen Rechnung überrumpelt.

 

Die Nachteile

Wir hatten aber auch von Nachteilen gesprochen. Und so gut die Vorteile auch klingen, sie haben eine Schattenseite. Mehrere sogar:

Texte, die für wenige Euro auf den verschiedenen Plattformen gekauft werden können, sind meist ganz tauglich. Aber sie reichen qualitativ nicht an die selbstgeschriebenen oder von Profis verfassen Texte heran. Denn die Autoren dieser Plattformen kennen weder Dein Unternehmen, noch haben sie die Zeit, sich ausführlichst damit zu befassen. Denn wenn Du nicht für ihren Zeitaufwand, sondern nur für das Ergebnis zahlst, können sie es sich schlicht nicht leisten, zu viel Zeit in Deinen Auftrag zu investieren.

Ebenso hast Du keine Garantie dafür, dass Deine Aufträge auch tatsächlich angenommen werden. Wenn es schlichtweg keine Interessenten gibt, musst Du doch wieder selbst ran. Außerdem hast Du viel Zeit mit Warten verschwendet, in der Du den Text locker hättest selbst schreiben können.

Die Zeit ist dabei ein entscheidendes Problem: Du musst ausreichend Zeit im voraus einplanen. Du weißt nie, ob und wann Deine Aufträge angenommen werden. Auch die Autoren können lange brauchen, bis sie den Auftrag beendet haben. Kommt dann noch eine Überarbeitung dazu, vergehen schnell noch ein paar Tage. Für Dich bedeutet das einen hohen Koordinationsaufwand und eine gute Planung. Auch Zeitpuffer musst Du einbauen, falls Du doch einmal selbst schreiben musst.

Wo wir schon bei der Zeit sind: Je komplexer der Text ist, den Du in Auftrag gibst, desto genauer muss Deine Anleitung sein. Je genauer diese Anleitung ist, desto mehr Zeit musst Du investieren, sie zu schreiben. Da könntest Du doch eigentlich eh gleich den Artikel verfassen, oder?

 

Content kaufen? Mach’s besser selbst

Unser Ratschlag für Dich: Schreib Deine Texte selbst. Niemand kennt Dein Unternehmen so gut wie Du selbst. Niemand kann so leidenschaftlich und mitreißend darüber schreiben wie Du, weil niemand so viel Herzblut hinein investiert hat. Und das merkt man Texten an. Natürlich kannst Du Content kaufen. Aber das heißt, dass Du auf die beste Lösung für Dein Unternehmen verzichtest und Dich mit Mittelmaß zufrieden gibst. Überlege kurz selbst: Würdest Du auch Deine Texte für Flyer für wenige Euro von jemandem schreiben lassen, der keine Ahnung hat wer Du bist? Eben.

Wenn Du es nicht schaffst, eigene Artikel zu schreiben, solltest Du lieber guten Conten kaufen. Das heißt, dass Du einen professionellen Texter oder eine Agentur beauftragst. Diese setzen sich mit Dir zusammen und ermitteln genau, wie Du Dich verkaufen willst. Die Texte sind maßgeschneidert für Dich und transportieren genau die Message, die Du vermitteln willst. Sicher, das kostet mehr als die günstigen Artikel von Textbroker und Co. Aber das Ergebnis ist es auf jeden Fall wert.

 

Fazit

Diese Auftragsplattforen bieten Dir die Möglichkeit, für wenig Geld Texte schreiben zu lassen und so Zeit zu sparen. Allerdings reichen diese Texte nicht an von Dir selbst oder Profis geschriebene Texte heran. Mit Pech nimmt nicht einmal jemand Deinen Auftrag an.

Wenn Du partout das Schreiben von Artikeln auslagern musst, vermeide diese Plattformen und suche einen Texter Deines Vertrauens. Das ist preislich zwar deutlich teurer. Aber dafür hat das Ergebnis auch die Qualität, die Du und Dein Unternehmen verdienen. Schließlich willst Du professionell auftreten und nicht wie Mittelmaß, oder?

Kurzum: Du kannst natürlich Content kaufen – aber der wird qualitativ dem entsprechen, was Du dafür zahlst.

Du willst mehr über das Bloggen erfahren? Dann stöbere in unserem Blogging-Leitfaden! Dort findest Du viele Tipps und Tricks rund um Deinen Blog.

 

Dieser Artikel erschien erstmalig am 17.05.2013 und wurde am 18.07.2017 aktualisiert.

 
 
 
 

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Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von B2N Social Media Services. Unser Team unterstützt kleine Unternehmen, sich auch als Anfänger und mit wenig Zeit im Social Web bekannt zu machen. Unter "Leistungen" erfährst Du, wie wir auch Dir helfen können, mittels Social Media neue Kunden zu gewinnen.
Kann man guten Content kaufen? Über Online-Contentplattformen
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2 Gedanken zu „Kann man guten Content kaufen? Über Online-Contentplattformen

  • 17. Mai 2013 um 17:02
    Permalink

    Ich wehre mich grundsätzlich dagegen. Denn das Briefing mit einem Texter vor Ort ist durch nichts zu ersetzen. Wie du schreibst, kann durch diese Textbroker eine gewisse Qualität nicht erreicht werden.

    Antworten
    • 17. Mai 2013 um 23:00
      Permalink

      Ja, das stimmt. Ein gutes Briefing gerade mit einem guten und erfahrenen Texter führt definitiv zu besseren Ergebnissen als eine kurze schriftliche Anleitung und jemand, der eher nebenher textet. Da zeigt sich wieder, dass Qualität eben doch nur zu einem gewissen Preis zu haben ist.

      Antworten

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