Dorothee Dickmann hat zu einer Blogparade aufgerufen: Ein Moment mit KI in deinem Business und was er dir gezeigt hat. Bei mir war es kein einzelner Moment, sondern eine Entwicklung über zwei, drei Jahre – aber am Ende stand eine Erkenntnis, die meinen Arbeitsalltag tatsächlich verändert hat. Die erzähle ich dir hier.

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Der Anfang: Begeisterung pur

2023 habe ich meine ersten KI-Stockfotos mit Supermachine erstellt. Aus heutiger Sicht waren die ziemlich grauenhaft, aber damals fand ich sie magisch. Dann kam ChatGPT, das ich über die Browsererweiterung Voilà genutzt habe – für Pin-Titel und -Beschreibungen, Blogartikel, Social-Media-Posts, Brainstorming, was auch immer gerade anfiel.

Und genau da fing das Problem an, ohne dass ich es zunächst gemerkt habe. Ich hatte irgendwann zig Chats zu zig Themen offen. Wenn ich später etwas davon brauchte, fand ich es nicht wieder. Und selbst wenn ich es fand: Die Umsetzung der Ideen blieb oft auf der Strecke.

 

Als aus Begeisterung Überforderung wurde

Die Möglichkeiten wurden größer, fast wöchentlich kam etwas Neues dazu. Shiny Object Syndrom und FOMO gingen bei mir Hand in Hand. Ich wollte alles ausprobieren, alles mitnehmen, nichts verpassen. Das Ergebnis war ein Gefühl, das ich so bei KI nicht erwartet hatte: Komplette Überforderung.

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Irgendwann wurde mir klar, woran das lag. Ohne System, was ich wie und in welchem Umfang mit KI machen will, komme ich keinen Schritt weiter. Alle Tools der Welt bringen nichts, wenn ich sie nicht in einen funktionierenden Ablauf einbaue.

Diese Erkenntnis ist mir besonders in Erinnerung geblieben, weil sie so gegen meine ursprüngliche Absicht lief. Ich wollte, dass KI meinen beruflichen Alltag einfacher macht – nicht komplizierter. Und genau das war passiert.

 

Was sich konkret geändert hat

Die Erkenntnis hat Denkprozesse angestoßen, wie ich meine Arbeitsweise besser strukturieren kann. Das war auch wirklich an der Zeit, denn meine Aufgabenplanung und Organisation waren in den letzten Jahren ziemlich chaotisch geworden.

Kurios daran: Die Lösung für das Chaos, das teilweise durch KI entstanden war, kam am Ende wieder von einem KI-Tool. Claude Cowork erstellt mir inzwischen seit einigen Wochen jeden Montag aus den Aufgaben in meinem To-Do-Tool eine Wochenplanung. Aus einer Zutat, die das Problem mit verursacht hat, wurde ein Teil der Lösung.

Es läuft immer noch nicht perfekt – aber die ersten Schritte sind getan. Ein kleiner, irgendwie rührend menschlicher Moment kam, als Claude beim Einrichten dieses Wochenplans und dem Verbinden meines Aufgabentools die vielen überfälligen Aufgaben sah und mir dann sein Verständnis aussprach, dass ich mich überwältigt fühle 😂

Mein KI-Moment: Vom Tool-Hopping zur echten Struktur

Wichtig ist, immer im Hinterkopf zu behalten: KI kann nur mit dem arbeiten, das ich liefere. Also bleiben meine Aufgaben, und zwar sehr wichtige:

  • Ziele haben (in Haupt- und Zwischenziele heruntergebrochen)
  • Prioritäten setzen
  • große Projekte in kleinere Aufgaben zu zerlegen
  • dies alles zusammen in die Aufgaben, die ich in mein Aufgabentool stelle und terminiere, fließen zu lassen.
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Denn nur so kann Claude mir einen Wochenplan erstellen, der mich voranbringt.

 

Mein Werkzeugkasten heute

Inzwischen bin ich begeisterte Claude-Nutzerin und setze es für vieles rund um Content Marketing, Produktentwicklung und als Sparringpartner für strategische Fragen ein. Dabei habe ich das Gefühl, dass ich erst an der Oberfläche kratze, was da noch alles möglich wäre. Mit Claude Design habe ich schon richtig gute Ergebnisse erzielt, mit Claude Cowork fange ich gerade erst an, und an Claude Code habe ich mich noch gar nicht rangetraut.

ChatGPT über Voila nutze ich deutlich seltener, wobei sich die Browsererweiterung für schnelle Aufgaben immer noch lohnt. Dazu kommen ein paar CustomGPTs, zum Beispiel die PinAlyse von meiner “Partner in Pinterest crime” Barbara Riedl.

Für Bilder nutze ich seit dem neuesten Update wieder ChatGPT, außerdem Google Gemini, und auch die KI-Funktionen in Canva werden stetig besser. Mein Favorit für Buchcover und T-Shirt-Designs bleibt aber Ideogram.

 

Tempo, das antreibt statt stresst

Wie gehe ich mit dem Tempo der Entwicklung um? Ich versuche, dranzubleiben, weiß aber gleichzeitig, dass ich niemals wirklich Schritt halten kann. Deshalb muss ich auch nicht die Erste sein, die ein neues Tool oder eine neue Funktion nutzt. Genau dieser Anspruch würde aus Ansporn Stress machen. So bleibt es Ansporn.

 

Was ich mir wünsche

Ich verstehe die Vorbehalte und Sorgen rund um KI gut. Was das Ganze kann, ist oft erschreckend, und die Möglichkeiten, damit Schaden anzurichten, sind gewaltig.

Von mir selbst wünsche ich mir, dass ich verantwortungsbewusst mit KI umgehe. Von den Entwicklern wünsche ich mir, dass sie ihren ethischen Kompass im Griff behalten und ihrer Verantwortung bewusst bleiben – woran ich angesichts der Nähe vieler Tech-Konzerne zur aktuellen US-Regierung leider zweifle. Von der Politik erhoffe ich mir Regulierung, die weder an der wirtschaftlichen Realität vorbeigeht noch vor allem kleinen und mittleren Unternehmen das Leben schwer macht. Bitte keine zweite DSGVO.

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Und von uns als Gesellschaft wünsche ich mir, dass wir uns nicht von KI aufs Glatteis führen lassen und nicht auf KI-gestützten Hass, Hetze und Deepfakes hereinfallen.

Welchen Moment hattest du mit KI, der etwas verändert hat? Ich bin gespannt auf deine Geschichte.

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Stefanie Norden

Stefanie Norden ist Pinterest Virtual Assistant im Team von B2N Social Media Services. Unser Team unterstützt kleine Unternehmen, sich auch als Anfänger und mit wenig Zeit im Social Web bekannt zu machen. Hier erfährst Du, wie wir auch Dir helfen können, online neue Interessenten zu gewinnen.

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