Du erstellst einen Pin, gibst einen Titel ein und hoffst, dass ihn jemand findet. Auf Pinterest findet dich deine Zielgruppe über die Suche, und die Suche arbeitet mit Wörtern. Wenn du die Begriffe deiner Wunschkundinnen nicht kennst, pinnst du an ihnen vorbei.

Deshalb sind Pinterest-Keywords das Fundament deiner Pinterest-Strategie. Mit den richtigen Begriffen arbeiten selbst schlichte Pins über Monate für dich. Ein teures Tool brauchst du dafür nicht: Die wichtigsten Daten liefert Pinterest kostenlos.

 

Was ein Pinterest-Keyword ist

Ein Keyword ist ein Suchbegriff, den Menschen in die Pinterest-Suchleiste tippen. Das kann ein einzelnes Wort sein („Gartenplanung“) oder eine längere Wortgruppe („kleinen Garten gestalten Ideen“). Die längeren Kombinationen heißen Long-Tail-Keywords. Sie werden seltener gesucht, treffen aber genauer, was jemand will, und die Konkurrenz ist kleiner. Für Selbstständige mit Nischenthemen sind sie meist die bessere Wahl.

Ein Unterschied zu Google hilft bei der Recherche: Auf Pinterest suchen Menschen nach Ideen und Anleitungen, selten nach einer schnellen Definition. „Morgenroutine Selbstständige“ passt dort besser als „Was ist eine Morgenroutine“.

 

Schritt 1: Sammle deine eigenen Themen

Bevor du suchst, schreib fünf bis zehn Begriffe auf, die dein Angebot beschreiben. Nutze dabei die Worte deiner Kundinnen. Eine Ernährungsberaterin spricht von „Makronährstoffen“, ihre Kundinnen suchen nach „gesund essen im Büro“.

Sei auch vorsichtig mit Begriffen, die eine zu große Kaufbereitschaft zeigen. Denn Pinterest ist eine Top-Funnel-Plattform, also im Verkaufstrichter ganz oben, wo die Menschen noch keine spezielle Kaufabsicht haben. Hierin liegt auch einer der großen Unterschiede zwischen Keywords für Pinterest und Keywords für Google.

Mehr:  Meine liebsten Blogartikel zu Pinterest für Anfänger

Mehr zu den Unterschieden zwischen Pinterest SEO und Google SEO erfährst du in unserem Podcast:

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Schritt 2: Nutze die Pinterest-Suchleiste

Die Suchleiste ist dein wichtigstes Werkzeug. Tipp einen Begriff ein und drück noch nicht auf Enter. Pinterest schlägt dir Ergänzungen vor, die sogenannte Autovervollständigung. Diese Vorschläge zeigen dir, was andere häufig suchen.

Ein Trick für mehr Ideen: Setz nach deinem Begriff ein Leerzeichen und tipp nacheinander einzelne Buchstaben ein. Aus „Pinterest“ werden so „Pinterest Anleitung“, „Pinterest Board Ideen“ oder „Pinterest Business“.

Starte danach die Suche und scroll durch die Ergebnisse. Je nach Begriff blendet Pinterest weitere Suchvorschläge ein, oberhalb der Pins oder als Block mit verwandten Suchen zwischen den Ergebnissen. Notiere alles, was zu deinem Angebot passt, in einer Tabelle. Die Vorschläge richten sich nach Sprache und Land deines Kontos, achte also auf deutsche Einstellungen.

Achte darauf, dass am Ende des Suchfeldes das Drop-down-Menü auf “Alle Pins” steht. Steht dort “Deine Pins”, sucht Pinterest nach deinem Suchbegriff nur in deinen eigenen Pins – nicht sonderlich nützlich. Oft musst du einmal eine Suche durchführen, um das Drop-down-Menü auf “Alle Pins” stellen zu können.

 

Schritt 3: Prüfe deine Keywords in Pinterest Trends

Pinterest Trends zeigt dir, wie sich das Suchinteresse an einem Begriff über das Jahr entwickelt. Mit einem Unternehmenskonto ist das Tool kostenlos, und für Deutschland bzw. den DACH-Raum gibt es Daten. Stell oben die Region passend zu deiner Zielgruppe ein.

Die Kurve zeigt relative Werte und keine absoluten Suchzahlen. Du siehst also, wann ein Thema gefragt ist und ob es wächst. Bis zu vier Begriffe kannst du direkt vergleichen. So erkennst du schnell, ob „Wochenplan“ oder „Wochenplaner“ mehr Interesse weckt.

Mehr:  Wie Du schnell mehr Content für Pinterest erstellst

Bei sehr speziellen Begriffen zeigt Trends oft gar nichts an. Das heißt nur, dass das Volumen für eine Auswertung zu klein ist. Gesucht wird trotzdem. Wie du Trends für deine Themenplanung nutzt, liest du im Artikel Pinterest Trends nutzen.

 

Schritt 4: Schau dir die Interessen an

Pinterest ordnet jeden Pin sogenannten Interessen zu, also Themenkategorien wie „Gesundheit“ oder „Bildung“. In Pinterest Trends kannst du nach diesen Interessen filtern und siehst, welche Begriffe in deiner Kategorie gerade zulegen. Wer Anzeigen schaltet, findet die Interessen außerdem im Anzeigenmanager bei der Zielgruppenauswahl.

Willst du mehr über das Thema Interessen und das Interest Targeting lernen, das der Auffindbarkeit deiner Pins enorm auf die Sprünge hilft? Dann schau dir unseren Videokurs zum Interest Targeting an!

 

Schritt 5: Ordne deine Keywords

Am Ende hast du eine lange Liste. Sortiere sie nach Themen und nach Suchabsicht: Welche Begriffe meinen dasselbe? Pro Thema wählst du ein Haupt-Keyword und zwei bis vier Neben-Keywords. Eine dritte Spalte zeigt, zu welchem Board und welchem Blogartikel das Thema gehört.

Für das Sortieren kannst du KI nutzen. Für die Recherche selbst taugt sie nicht, denn ChatGPT und Co. haben keinen Zugriff auf Pinterest-Suchdaten und erfinden im Zweifel Zahlen. Die Begriffe holst du dir deshalb immer aus Pinterest selbst.

Mehr dazu, warum du KI nicht für die Keywordrecherche benutzen solltest, hörst du in unserem Podcast:

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Mehr:  Pinterest-Shopping: Warum Pinterest ideal für Online-Shops ist

So setzt du deine Keywords ein

Die Faustregel: Überall, wo du auf Pinterest Text eingeben kannst, gehören Keywords hin. Schreib trotzdem für Menschen.

Im Profil

Ergänze deinen Profilnamen um dein wichtigstes Keyword, zum Beispiel „Anna Muster | Ernährungsberatung für Berufstätige“. Auch in die Profilbeschreibung gehört ein Satz mit deinen Kernthemen. Und so viele Keywords, wie du sinnvoll unterbringen kannst!

In Boards

Benenne Boards so, wie deine Zielgruppe sucht. „Gesund essen im Büro“ wird gefunden, „Mein Food-Glück“ nicht. Die Board-Beschreibung ergänzt einige Sätze mit Neben-Keywords.

In Pins

Das Haupt-Keyword steht im Pin-Titel und im Text auf dem Pin. Die Pin-Beschreibung hat 800 Zeichen, das Wichtigste zuerst, Neben-Keywords eingebaut. Hashtags und Emojis kannst du dir sparen.

Du kannst (und solltest!) pro URL (also pro Blogartikel, Produkt, Landing Page usw.) zahlreiche Pins erstellen und über die Zeit verteilt veröffentlichen. Das bietet dir die Chance, Keywords für einen Inhalt zu variieren, verschiedene Neben-Keywords und Trend-Keywords zu verwenden und so eine größere Bandbreite an Suchbegriffen anzusprechen und darunter gefunden zu werden.

 

Wie oft du recherchieren solltest

Die erste Recherche dauert ein bis zwei Stunden. Danach reichen 30-60 Minuten pro Quartal, um deine Liste zu prüfen und zu ergänzen. Für Saisonthemen schaust du sechs bis acht Wochen vor der Saison in den Pinterest Trends, wie im Artikel Pinterest im Winter beschrieben.

Wenn deine Pins trotz guter Bilder kaum Klicks bekommen, liegt es oft an den Suchbegriffen. Weitere Ursachen findest du in 5 Gründe, warum du keinen Traffic über Pinterest gewinnst.

Und wenn diese Woche gar keine Zeit bleibt? Dann nimm dir nur Schritt 2 vor. Zehn Minuten in der Suchleiste bringen dir mehr als jede Keyword-Liste aus dem Netz!

Tool-Tipp: Der Pin Inspector hilft dir bei der Keyword- und Interessensrecherche für Pinterest – über meinen Partnerlink für nur 47$ (statt 67$).

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Stefanie Norden

Stefanie Norden ist Pinterest Virtual Assistant im Team von B2N Social Media Services. Unser Team unterstützt kleine Unternehmen, sich auch als Anfänger und mit wenig Zeit im Social Web bekannt zu machen. Hier erfährst Du, wie wir auch Dir helfen können, online neue Interessenten zu gewinnen.

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