Gute Überschriften sind das erste, was potentielle Leser in Deinem Blog zu sehen bekommen – und mit Pech das letzte, was sie sich anschauen, ehe sie Deinen Blog wieder verlassen.

Denn wenn eine Überschrift einen Besucher nicht fesselt, wird er den Blogartikel dahinter nicht lesen, egal wie gut dieser geschrieben sein mag. Wenn Du die Besucher Deiner Seite also zu festen Lesern machen willst, die regelmäßig wiederkommen, musst Du Deinen Überschriften ausreichend Aufmerksamkeit zukommen lassen.

 

5 + 1 Tipps für garantiert gute Überschriften

 

Was definiert gute Überschriften?

Kurz gesagt müssen gute Überschriften dies leisten: Den Leser davon überzeugen, dass er den dazugehörigen Text lesen will.
Das Internet ist voller Blogs und Webseiten, die alle interessant sein könnten. Internetnutzer haben den Luxus, sich die spannendsten Beiträge heraussuchen zu können – was nicht interessiert, wird ignoriert. Gute Überschriften sind nötig, um in der Masse aufzufallen.

Eine allgemeine Standardformel für gute Überschriften gibt es (leider) nicht. Jeder Internetnutzer hat etwas andere Vorlieben, weshalb es keine Überschrift gibt, die für alle gleich gut funktioniert. Zum Glück musst Du nicht jeden Internetnutzer ansprechen, sondern kannst Dich auf Deine Zielgruppe konzentrieren. Dazu gibt es einige Merkmale, die gute Überschriften gemeinsam haben.

 

5 Tipps für gute Überschriften

So lang wie nötig, so kurz wie möglich
Antoine de Saint-Exupéry sagte „Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“
Und das trifft auch auf gute Überschriften zu: Streiche jedes überflüssige Wort und arbeite die Kernaussage Deiner Überschrift heraus.

Sie lügen nicht
Eine Überschrift darf provozieren und etwas übertreiben. Sie muss aber auch halten, was sie verspricht, ansonsten verprellst Du Deine Leser und verlierst sie wieder. Biete in Deinen Texten also das, was Du in den Überschriften versprichst. Oder widerlege in Deinem Text die provokante Aussage der Überschrift.

Sie sind selbsterklärend
Gute Überschriften müssen für sich selbst stehen können. Wenn an der Überschrift nicht erkennbar ist, wovon der dahinterstehende Text handelt, wird sie keine Leser ansprechen.

Sie fesseln die Aufmerksamkeit
Gute Überschriften sind nicht sofort wieder vergessen. Sie richten sich direkt an den Leser, z. B. durch eine persönliche Ansprache, indem Du ein akutes Problem ansprichst, Dringlichkeit vermittelst oder einen schnellen und einfachen Gewinn (unabhängig welcher Art) versprichst. Kurz gesagt haben gute Überschriften eine Relevanz für den Leser und versprechen ihm einen Nutzen.

Sie sind spezifisch
Schreibe keine allgemeinen Überschriften. Statt nur „Tipps für garantiert gute Überschriften“ zu versprechen, sag exakt, wie viele Tipps Du zu bieten hast.

 

1 Tipp: Von der Theorie in die Praxis

Ob Du zuerst die Überschrift oder den Blogartikel dazu schreibst, hängt davon ab, was Dir leichter fällt. Vielfach ist es allerdings einfacher, zuerst die Überschrift zu verfassen. Auf diese Weise legst Du gleich zu Beginn des Schreibens fest, worum genau es in dem Artikel gehen soll. Deine Überschrift wird so zu einem Kompass, der Dich durch den Artikel führt und verhindert, dass Du abschweifst.

Gute Überschriften entstehen natürlich nicht aus dem Nichts. Zuerst brauchst Du eine Idee, worüber Du schreiben willst. Verfeinere einen groben Einfall immer weiter, bis Du genau weißt, worum es in Deinem Artikel gehen wird. Traue Dich, spezifisch zu sein, nicht nur in Deiner Überschrift, sondern auch in Deinem Artikel. Je genauer Du weißt, wovon der Artikel handeln soll, desto leichter wird es Dir fallen, die perfekte Überschrift dafür zu finden. Stellst Du ein Produkt vor oder vergleichst Du zwei Produkte? Beantwortest Du eine Frage, bietest Du eine Anleitung oder gibst Du Deinen Lesern hilfreiche Ratschläge?

Mach Dir keine Sorgen, wenn Dir keine Formulierung für eine Überschrift einfällt. Du musst nicht das Rad neu erfinden und es spricht nichts dagegen, erprobte Muster zu verwenden. Der Affenblog z. B. liefert hier 15 bewährte Muster für gute Überschriften.

 

Sind Keywords wichtig für gute Überschriften?

Die Lager sind gespalten, wie wichtig Keywords in der Überschrift eines Blogartikels sind: Die einen sind überzeugt, dass aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung das Schlüsselwort eines Artikels in der Überschrift erscheinen muss, die anderen sind überzeugt, dass einzig der Inhalt des Artikels zählt, da schließlich für Menschen und nicht für Suchmaschinen geschrieben werden sollte. Wie in den meisten Fällen ist der Mittelweg die beste Option: Nutze Keywords, aber schreibe Deine Artikel für Deine Leser statt für Google.

Der Nutzen von Keywords beschränkt sich aber nicht auf die Suchmaschinenoptimierung. In einem Keyword sind die komprimierten Erwartungen Deiner Leser enthalten. Schlüsselwörter sind mächtig, da sie aussagekräftig sind. Sie fallen sofort ins Auge und verraten sofort, wofür sie stehen. Und Du schlägst zwei Fliegen mit einer Klappe: Du kannst Deine Artikel für Suchmaschinen optimieren und zugleich Deinen Lesern aussagekräftige Überschriften bieten. Das macht Keywords zu wertvollen Bausteinen für gute Überschriften.

Wie gehst Du vor, wenn Du Überschriften formulierst? Wir freuen uns, wenn Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.

 

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 23.09.2014 veröffentlicht und am 22.08.2018 aktualisiert.


Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von B2N Social Media Services. Unser Team unterstützt kleine Unternehmen, sich auch als Anfänger und mit wenig Zeit im Social Web bekannt zu machen. Unter "Leistungen" erfährst Du, wie wir auch Dir helfen können, online neue Interessenten zu gewinnen.

2 Comments

Janett Reimann · 27. September 2014 at 12:56

Liebe Frauke,

ein schöner und kompakter Blogartikel zum wichtigen und oft unterschätzten Thema „Überschriften“!

Ich persönlich brauche immer eine Überschrift, um den eigentlichen Text zu schreiben. Jeder neue Text beginnt bei mir mit einem „Arbeitstitel“. Das ist im Prinzip die Hauptaussage des Textes in ein paar Stichworte gepackt, zum Beispiel „die richtigen Informationen bringen mehr Kunden“. Der Arbeitstitel darf ruhig holprig klingen. Beim Texten soll er mir nur dabei helfen, am roten Faden festzuhalten.

Mit den Überschriften für die Absätze verfahre ich genauso.

Wenn ich dann den Text fertiggestellt habe, gehe ich wieder zurück zu den provisorischen Überschriften und versuche sie zu verfeinern. Ich tausche Wörter aus, verändere die Stellung oder die Anrede etc. Dabei schreibe ich jede Veränderung in eine neue Zeile unter den Arbeitstitel, so z. B.:

Arbeitstitel: „die richtigen Informationen bringen mehr Kunden“
Version 1: „mit den richtigen Informationen Kunden gewinnen“
Version 2: „mehr Kunden gewinnen durch die richtigen Infos“
usw.

Das können schon mal locker bis zu 50 Versionen pro Überschrift sein, ehe ich die beste finde. 🙂

Zum Schluss noch ein Tipp für längere Überschrift: 9 Wörter sind wohl ideal für eine Überschrift. Ist sie länger, liest der Besucher eher die drei ersten und letzten Wörter, den Rest überfliegt er. Daher sollte man die wichtigsten Wörter immer an den Anfang und ans Ende seiner Überschrift packen.

Beste Grüße
Janett

    Frauke Bitomsky · 27. September 2014 at 14:26

    Hallo Janett,

    danke für die Antwort. So ähnlich arbeite ich auch: Die Überschrift für einen Artikel steht (fast) immer als erstes, meistens schon in der endgültigen Form. Die Unterüberschriften im Text entstehen eher nebenher während des Schreibens und bekommen nach dem Fertigstellen des Textes noch den letzten Schliff.

    Ich versuche mich bei den Überschriften und Unterüberschriften von einer wirklich spartanischen Überschrift, die wirklich nur aus den elementaren Schlagworten besteht. Dann schaue ich, ob (und wenn ja wo) ich noch einzelne Worte einfügen kann, damit es rund klingt.

    Dein Tipp, maximal 9 Worte zu verwenden, ist gut. Den werde ich mir definitiv merken. Vielen Dank dafür 🙂

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