Probleme sind ärgerlich. Lösungen sind heißbegehrt.

Aber Hand aufs Herz: Arbeitest Du wirklich lösungsorientiert, oder verschwendest Du Deine Zeit damit, Dich über Probleme zu ärgern? In den letzten Jahren habe ich viele Menschen kennengelernt, die leider sehr viel Zeit damit verbracht haben, sich über die sozialen Netzwerke zu ärgern. Das ist schade, denn damit haben sie auch sehr viel Potential verschenkt.

Für Deinen Social-Media-Auftritt bedeutet lösungsorientiert zu arbeiten, dass Du viel Zeit und Geld sparst: Du ärgerst Dich nicht, dass Facebook schon wieder die organische Reichweite einschränkt, Du dich mit dem nächsten hippen Netzwerk bekannt machen solltest oder Dein Blog ein komplettes neues Layout braucht. Wenn Deine Fans nicht auf Deine Postings reagieren, findest Du bessere Lösungen, als sie bloß mit einem Gewinnspiel nach dem anderen zu Klicks zu motivieren. Stattdessen findest Du Lösungen für diese Dinge.

Für Deinen Social-Media-Erfolg ist es entscheidend, dass Du lösungsorientiert arbeitest. Wir verraten Dir, worauf es dabei ankommt, und was genau sich hinter dem Wort versteckt.

 

Social-Media-Erfolg: Arbeitest Du überhaupt lösungsorientiert?

 

Probleme und Lösungen

Wir sind heutzutage sehr auf Probleme fixiert. Die ganze Gesellschaft ist es. Taucht irgendwo eine Schwierigkeit auf, wird sie auf Herz und Nieren geprüft und viel Energie aufgewendet, um jede Ursache genau zu ergründen.

Das ist grundlegend nicht falsch. Aber nur dann, wenn diese Ergebnisse genutzt werden, in Zukunft Schwierigkeiten zu vermeiden. Genau da hakt es aber leider oft. Nachdem ein Problem erklärt wurde, existiert es meist weiter, während sich alle Betroffenen darüber ärgern. Bestenfalls wird mit Flickwerk an kleinen Maßnahmen darauf reagiert, um die unangenehmsten Auswirkungen abzumildern.

Lösungsorientiert zu arbeiten begegnet einem allerdings selten. Und das ist schade, denn mit diesem Ansatz kämen viele Menschen sehr viel weiter. Statt sich von Herausforderungen aus der Bahn werfen zu lassen, analysieren sie die Umstände und nutzen ihre Zeit und Energie, um eine Lösung zu finden.

Menschen, die lösungsorientiert denken und arbeiten, betrachten Schwierigkeiten nicht als Katastrophen, sondern als Lösungen in Arbeitskleidung. Statt von äußeren Faktoren gedrängt zu werden, können sie frei und selbstbestimmt die Lösung erarbeiten, die sie brauchen.

Tipp: Vieles beginnt bereits in der Sprache. Ist Dir aufgefallen, dass ich bei der Beschreibung problemorientierter Menschen von Problem und bei lösungsorientierten Menschen von Herausforderungen gesprochen habe? „Herausforderung“ kling wesentlich positiver als Problem. Einer Herausforderung kann man sich stellen und sie meistern. Ein Problem bringt hingegen immer das Damoklesschwert der absoluten Katastrophe mit sich. Mach es Dir zur Angewohnheit, nicht von Problem zu denken und zu sprechen, sondern von Herausforderungen.

 

Was hat das mit Dir zu tun?

Eine ganze Menge. Denn die sozialen Netzwerke sind ohne Frage voller Herausforderungen. Sie haben ganz eigene Spielregeln, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben und sich beständig weiter verändern. Ständig kommen neue Netzwerke und Trends dazu, während alte in Vergessenheit geraten. Die Community im Netz ist dabei auch noch gigantisch groß: Die ganze Welt nimmt Einfluss auf die sozialen Netzwerke. Das sind viele hundert Millionen Meinungen, die irgendwie Einfluss auf das große Ganze nehmen.

Und mittendrin steckst Du und willst einen starken, erfolgreichen Social-Media-Auftritt für Dein Unternehmen etablieren. Sogar ohne die Tatsache, dass die deutsche Gesetzeslage in Bezug auf das Internet zehn bis fünfzehn Jahre nachgeht, ist eine verdammt große Herausforderung. Und deshalb ist es für Deinen Erfolg entscheidend, dass Du mit Herausforderungen entspannt umgehen und lösungsorientiert arbeiten kannst.

 

Deine Geheimwaffe: Handeln statt Nörgeln

Egal, ob im Social Web oder in der analogen Welt: Wenn du lösungsorientiert arbeiten willst, musst Du handeln. Und zwar auf mittel- und langfristige Erfolge orientiert. Es mag kurzfristig schön sein, sich den Frust von der Seele zu reden und sich zu beschweren. Das tue ich auch manchmal, insbesondere wenn Facebook wieder das Design ändert. Aber das alleine hilft noch nicht. Denn hinterher geht es Dir zwar besser, aber geändert hat sich an der Ausgangslage deshalb nichts.

Wenn Facebook also das nächste Mal an der Reichweite schraubt oder schon wieder das ganze Seiten-Design über den Haufen wirft, ärgere Dich nicht, sondern arbeite mit der neuen Begebenheit. Du kannst nicht ändern, welche Regeln die sozialen Netzwerke aufstellen. Du kannst nur entscheiden, wie Du damit umgehst. Stecke also alle Energie, die Du sonst fürs Ärgern ausgibst, in die Arbeit mit den neuen Grundlagen.

 

Lösungsorientiert im Social Web

Die Schwierigkeit am lösungsorientierten Arbeiten ist, dass die Bereitschaft nötig ist, bestehende Strukturen zu verlassen und etwas Neues auszuprobieren. Viele fühlen sich dabei unwohl, denn bestehende Strukturen geben Sicherheit, auch wenn man nicht zufrieden mit ihnen ist.

Dein Vorteil ist allerdings, dass die Social Media sowieso schon Neuland sind. Sie funktionieren nicht wie Printmedien oder Fernsehwerbung, weshalb Du eh etwas Neues machen musst. Das ist ein riesengroßer Startvorteil, denn so kannst Du von Anfang an etwas Neues aufbauen.

Aber wie packst Du das am besten an? Dafür haben wir diese Tipps für Dich gesammelt:

 

Sei bereit für etwas Neues

Es klingt banal, aber ohne diese Grundeinstellung wirst Du in den sozialen Netzwerken wenig Freude haben. Ein ganz entscheidendes Merkmal, ja sogar das entscheidende Merkmal, in den sozialen Netzwerken ist, dass die Nutzer auf Augenhöhe mit den Unternehmen kommunizieren können. Statt nur Botschaften zu empfangen, können sie aktiv darauf reagieren und selbst welche versenden. Und diese Möglichkeiten nutzen sie ausführlich. Zugleich ist durch die weltweite Vernetzung die Anzahl von spannenden Angeboten wesentlich größer, als wenn man nur Werbeanzeigen in den lokalen Zeitungen betrachtet. Die Nutzer sind also übersättigt und können sich wie im Schlaraffenland die besten Leckerbissen aussuchen.

Statt Dich an dieser Stelle zu ärgern, dass es nicht ausreichend ist, die Inhalte von Flyern auch in den sozialen Netzwerken zu posten, handle lösungsorientiert: Was genau sucht Deine Zielgruppe? Was spricht sie an? Wie kannst Du sie packen und faszinieren, damit sie sich mit Dir und Deiner Marke auseinandersetzen?

 

Gib niemandem die Schuld

Wenn Dein Social-Media-Auftritt keinen Erfolg hat, hat das immer mehrere Gründe. Zum einen die Algorithmen der Netzwerke, welche Inhalte wie und wo angezeigt werden. Die Laune der Nutzer, die nie vollständig vorhergesehen werden kann. Google, das Deine Blogartikel nicht vorne in den Suchergebnissen aufführt. Deine Kunden, weil sie Dich Zeit kosten, die Du nicht für Deine Social-Media-Plattformen nutzen kannst. Dein Vermieter, weil er Dich so sehr nervt, dass Dir alle Inspiration für einen neuen Blogartikel abhanden kommt.

Du ahnst es sicherlich schon: Zu wissen, wer Schuld ist, bringt Dich nicht weiter. An den meisten Dingen kannst nichts ändern. Was Dich aber voran bringt und Zeit spart, ist, diese Dinge als gegeben hinzunehmen und damit zu arbeiten: Finde heraus, welche Inhalte der Facebook-Algorithmus bevorzugt, und passe Deine Strategie an. Beschäftige Dich mit SEO, um bei Google besser dazustehen. Nutze den Ärger mit dem Vermieter als Inspiration für einen Blogartikel, auch mit Stress produktiv zu arbeiten.

 

Trau Dich, anders zu sein

Traue Dich, außerhalb bekannter Muster zu denken. Nur, weil alle etwas auf eine bestimmte Art und Weise machen, ist es kein absolutes Gesetz. Spiele mit den Möglichkeiten, die Dir gegeben sind. Du bist ein Autor? Wie wäre es mit einer Fortsetzungsgeschichte auf Twitter, die jeden Tag um 140 Zeichen wächst?

Oft sind es gerade kreative neue Ideen, die zu einem Lauffeuer werden – und hinterher fragt sich jeder, warum er nicht selbst darauf gekommen ist. Also sei mutig und trau Dich, etwas Neues zu versuchen.

 

Fazit

Lösungsorientiert zu arbeiten ist anstrengend, denn es bedeutet Bestehendes immer wieder zu hinterfragen und regelmäßig Neuland zu betreten. Aber gleichzeitig bietet es Dir die Möglichkeit, produktiv zu sein, viel Zeit zu sparen und dabei gute Laune zu haben. Denn wer sich nicht auf seinen Ärger über Schwierigkeiten konzentriert, sondern an Lösungen arbeitet, hat Erfolgserlebnisse. Und das gilt auch im Social Web: Du kannst nicht ändern, wie die Netzwerke ihre Regeln aufstellen. Aber Du kannst das Beste daraus machen und richtig Gas geben.

Was sind deine Tricks, um Dich nicht zu ärgern, sondern neue Lösungen zu finden? Wir sind gespannt auf Deine Antwort!

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