Neues Jahr, neues Glück – aber was erwartet uns eigentlich 2016? Exakt vorhersagen kann das niemand, aber man kann doch recht gute Prognosen aufstellen. Die Blogparade von Scheidtweiler PR dreht sich deshalb um die prognostizierten Trends 2016 der Kommunikationsbranche. B2N reiht sich ein und macht einige Vorhersagen für das kommende Jahr.

Neues Jahr, neues Glück? Kommunikations-Trends 2016

 

Der Druck steigt

Dies ist nicht unbedingt eine neue Prognose für 2016. Das ändert aber nichts daran, dass sie noch immer zutrifft:
Wer jetzt noch nicht im Social Web ist, tut sich immer schwerer, noch einzusteigen und aufzuholen. Die Effekte eines versäumten Eintritts in die Socia Media treten langsam zu Tage, so dass auch die Nachzügler ihren Weg ins Netz finden. Und auch Totalverweigerer, die „nur“ eine Website haben, müssen etwas tun und die immer weiter wachsende mobile Internetnutzung bedenken. Wer 2016 noch immer kein responsives Design hat, handelt grob fahrlässig und kann sich von vielen Besuchern seiner Seite verabschieden.
Gleichzeitig können sich diejenigen, die den Schritt in die sozialen Netzwerke bereits getan haben, nicht gemütlich zurücklehnen. Der Jahresanfang ist perfekt, um die bestehende Social-Media-Strategie zu überprüfen und anzupassen. Denn was vor zwei oder drei Jahren noch gut funktioniert hat, kommt heute vielleicht nicht mehr so gut an.

 

On-Platform-Content

Die sozialen Netzwerke sind für die Nutzer kostenlos, denn diese erzielen ihre Gewinne durch die verkaufte Werbefläche. Je länger die Nutzer sich innerhalb des Netzwerkes aufhalten, desto effizienter funktioniert die Werbung. Die Netzwerke haben also ein Interesse daran, die Nutzer möglichst lange bei sich zu halten.
Und dies hat Auswirkung auf den Erfolg und die Reichweite Deiner Beiträge: Die Plattformen werden zunehmend Anreize dafür schaffen, dass Du mehr Content innerhalb des Netzwerkes veröffentlichst, statt Links zu teilen. Denn Links führen die Nutzer aus dem Netzwerk heraus, was die Netzwerke vermeiden wollen.
Für Deine Kommunikation bedeutet dies, dass Du Beiträge entwerfen musst, die auch für sich alleine stehen können. Andernfalls wirst Du zunehmend Einbrüche in der Reichweite in Kauf nehmen müssen.

 

Die verdammten Algorithmen!

Um für die Nutzer attraktiv zu bleiben, müssen die Netzwerke ihnen die interessantesten Beiträge präsentieren, während alles Langweilige ausgesiebt wird. Die Algorithmen, die dafür verantwortlich sind, werden immer weiter verbessert, um die Interessen der Nutzer möglichst genau vorherzusagen.
Für Dich und Deine Kommunikation bedeutet dies, dass Du noch mehr darauf achten musst, möglichst tolle Inhalte zu veröffentlichen. So steigerst Du die Interaktion Deiner Fans und Follower mit Dir, wodurch die Algorithmen Deine Beiträge seltener aussortieren. Es gilt also mehr denn je: Qualität vor Quantität.

 

Aktualität ist alles

Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern – oder der Social-Media-Beitrag von vor vier Stunden. Bereits in den letzten Jahren haben sich Nachrichten in Windeseile in den sozialen Netzwerken verbreitet, und dieser Trend wird anhalten. Livestreams sind ein gutes Beispiel. 2016 wird mindestens Facebook nachziehen und einen Video-Live-Stream ermöglichen. Diese Möglichkeit stellt neue Anforderungen an die Unternehmen, denn ein Live-Stream kann nicht wie ein normaler Beitrag bis zur Perfektion editiert und im Voraus geplant werden.

 

Facebook wird erwachsen(er)

Der Trend, dass die Jugendlichen Facebook-Nutzer in andere Netzwerke abwandern, wird weiter anhalten. Dies bedeutet aber keineswegs, dass Facebook stirbt. Stattdessen tritt das erwachsene Publikum noch mehr in den Vordergrund. Neue Entwicklungen von Facebook werden sich an dieser Nutzergruppe orientieren.

 

Die soziale Shopping-Mall

Das Online-Shopping findet über den Kauf-Button endgültig den Weg in die sozialen Netzwerke. Der B2C-Bereich kann davon stark profitieren – vorausgesetzt, die Kaufbotschaft wird so kommuniziert, dass die Fans ihr auch nachkommen. Plumpe Werbung wird auch mit dem Kauf-Button nicht funktionieren. Wer gute Geschichten erzählen und seine Zielgruppe wirklich erreichen kann, wird aber von ihm profitieren.

 

Kommunikation on- und offline

Nicht nur online wird sich die Kommunikation weiter entwickeln. Auch offline muss miteinander geredet werden. Ist ein Unternehmen heute in den sozialen Netzwerken, betrifft dies nicht nur eine einzelne Abteilung, sondern das gesamte Unternehmen. Dies betrifft nicht nur das Erstellen von Inhalten, sondern auch die Information und Schulung der Mitarbeiter und die rechtlichen Grundlagen. Und zugleich sind die Daten und Trends, die in den sozialen Netzwerken beobachtet werden können, wertvoll für die Produktentwicklung.

 

Was wir uns wünschen

Wir wünschen uns für dieses Jahr, dass nicht nur die Notwendigkeit, „dieses Social Media zu machen“ ins Bewusstsein der Unternehmen dringt, sondern auch das Verständnis dafür, was „dieses Social Media“ eigentlich ist. Je unwilliger der Einstieg eines Unternehmens in die sozialen Netzwerke geschieht, desto eher legt dieses Unternehmen sich selbst Steine in den Weg: Da wird jeder einzelne Post bis ins letzte Detail diskutiert, eine Umsatzsteigerung nach wenigen Wochen erwartet und der Social Media Manager gefragt, weshalb nach zwei Monaten auf Facebook noch immer keine vierstellige Fanzahl erreicht wurde.
Der Einstieg in die sozialen Netzwerke erfordert ein Umdenken, denn Facebook, Twitter und Co. sind eben nicht normales Internet, sondern eine offene Kommunikation auf Augenhöhe. Gleichzeitig ist eine Social-Media-Präsenz nichts, was man nebenher in der Kaffeepause betreut.
Wir wünschen uns, dass noch mehr Unternehmen die Bedeutung der sozialen Netzwerke erkennen, und die Bereitschaft sich darauf einzulassen noch weiter wächst. Denn dann kann 2016 ein großartiges Jahr für jedes Unternehmen werden, das im Social Web kommuniziert.

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