Social Media ist Überzeugungsarbeit.

Nicht nur, weil Du potentielle Kunden erst von Dir überzeugen musst, sondern auch, wenn Du Deinen Chef oder Partner erst dazu bringen musst einem Unternehmensauftritt in den sozialen Netzwerken zuzustimmen. Denn auch, wenn Social Media zunehmend akzeptiert wird, tun sich noch immer einige schwer mit dem Gedanken, es beruflich zu nutzen.

Damit Dir die Überzeugungsarbeit leichter fällt, geben wir Dir ein paar gute Argumente gegen die häufigsten Kritikpunkte an die Hand.

Überzeugungsarbeit: So gewinnst Du Dein Unternehmen fürs Social Web

Was will Deine Zielgruppe?

Letzte Woche habe ich einen interessanten Vortrag zum Thema Social Recruiting gehört. In der anschließenden Fragerunde wurde das Thema Pokémon Go angesprochen und gefragt, ob man diese App denn für ein konservatives Unternehmen nutzen könne, um mögliche Auszubildende anzusprechen. Die Antwort war ziemlich klar: Es kommt nicht darauf an, ob man als Unternehmer diese App interessant findet, sondern ob die Zielgruppe, in diesem Fall mögliche Azubis, dies tun.

Das lässt sich auch auf Dein Unternehmen übertragen: Wenn Deine Zielgruppe die sozialen Netzwerke liebt, musst Du dort präsent sein. Auch dann, wenn Du persönlich den Netzwerken nichts abgewinnen kannst.

 

Die Konkurrenz schläft nicht

Wenn Du das einzige Unternehmen bist, das Dein Produkt anbietet, kannst Du es Dir vielleicht noch leisten, keinen Unternehmensauftritt in den sozialen Netzwerken zu haben. Sobald aber Mitbewerber auftauchen, bricht Dir dies das Genick. Denn diese werden den Schritt ins Social Web gehen, und wenn Du nicht dort bist, wirst Du nach und nach in Vergessenheit geraten.

Deine möglichen Kunden sind in der luxuriösen Situation, dass viele Unternehmen um ihre Aufmerksamkeit werben. Sie können sich die Angebote herauspicken, die sie am meisten ansprechen, und sind nicht gezwungen, lange zu suchen. Wenn Du nicht auf Dich aufmerksam machst, wirst Du nicht gefunden werden.

 

Jeder nutzt es

Zumindest fast jeder. Wenn Du als Zielgruppe nicht „Menschen, die nie im Internet unterwegs sind“ gewählt hast, wird Deine Zielgruppe sich im Internet aufhalten. Selbst, wenn Deine Kunden in keinem sozialen Netzwerk angemeldet sind, werden sie Suchmaschinen nutzen und so auf Websites und Blogs landen.

Der beste Einstieg ist deshalb ein Blog. Wenn Dein Chef oder Partner sich sehr schwer mit den sozialen Netzwerken tut, leiste Überzeugungsarbeit für einen Blog: Jeder Blogartikel wird als eigene Seite gelistet und kann auf einen anderen Begriff optimiert werden, wodurch die Auffindbarkeit steigt. Auch Internetnutzer, die in keinem sozialen Netzwerk registriert sind, können ohne Probleme den Blog besuchen. Und durch den website-ähnlichen Aufbau wirkt ein Blog weniger abschreckend auf die Nutzer, die keine Erfahrungen mit sozialen Netzwerken haben. Und nicht zuletzt kann ein Blog einfach in eine bestehende Website integriert werden.

Nutze bei der Überzeugungsarbeit dieses Bild: Wenn Du wüsstest, dass ein Großteil Deiner Zielgruppe regelmäßig über einen bestimmten Marktplatz Deiner Stadt läuft – würdest Du die Chance nutzen, Dich dort zu präsentieren und auf Dich aufmerksam zu machen? Ziemlich sicher schon, oder? Wenn dieser Marktplatz nun das Internet und die sozialen Netzwerke sind – weshalb solltest Du die Chance verstreichen lassen, dort auffindbar zu sein?

 

Die Kommunikation bleibt

Niemand kann mit Sicherheit sagen, welche sozialen Netzwerke es in 2, 5 oder gar 10 Jahren geben wird. Auch Experten wissen nicht alles: Je nachdem, wen man fragt, stand Facebook quasi schon vor der Gründung vor dem definitiven Aus. Netzwerke kommen und gehen eben.

Was aber bleibt, ist das Bedürfnis nach Vernetzung und Austausch. Frag Dich selbst ganz ehrlich: Glaubst Du wirklich, dass sich ein Großteil der Internetnutzer entscheiden wird, sich zukünftig lieber doch nicht mehr online zu vernetzen, sondern wie früher mit Telefon und Brief Kontakt zu halten oder sich höchstens noch Mails zu schreiben? Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir beide überzeugt sind, dass das nicht geschehen wird.

Wenn wir aber davon ausgehen, dass neben dem Internet auch der Wunsch bestehen bleibt, sich online auszutauschen, wäre es sträflich, Dein Unternehmen nicht an diesem Austausch teilnehmen zu lassen.

 

Überzeugungsarbeit durch Aufklärung

Es ist leicht, viele gute Argumente für einen Social-Media-Auftritt zu präsentieren. Aber mitunter wirst Du mit Deiner Überzeugungsarbeit dennoch keinen Erfolg haben. Der Grund liegt dann meist nicht in Deinen Argumenten, sondern an mangelnder Erfahrung Deines Gegenübers.

Dass eine Facebook-Seite definitiv ihre Vorteile hat, lässt sich leicht herleiten. Wenn Dein Chef oder Partner aber keine Erfahrung mit Facebook hat, kann die Vorstellung, sich mit „all dem“ auseinandersetzen zu müssen, zur Abwehrhaltung führen. Denn gerade, wenn es um das eigene Unternehmen geht, möchte man nicht blindlings etwas Neues ausprobieren, das man noch nicht verstanden hat.

Das beste Mittel dagegen ist Aufklärung. Sich in Ruhe mit einem ausgewählten Netzwerk zu beschäftigen und es so kennenzulernen, kann Deine Überzeugungsarbeit sehr erleichtern. Denn auch, wenn die überzeugte Person später nicht die Social-Media-Präsenzen betreuen wird, sollte sie sie grundlegend verstanden haben, um eingebunden werden zu können.

Welche Argumente helfen Dir bei der Überzeugungsarbeit für einen Social-Media-Auftritt? Teile sie mit uns! Wir sind gespannt auf Deine Antwort.

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