Sie wollen bloggen – damit haben Sie die erste und wichtigste Entscheidung schon einmal getroffen. Aber gleichzeitig sind Sie nicht vertraut mit der Materie und suchen nach Tipps für das Bloggen für Anfänger?

Auch, wenn es in der Blogosphäre immer Änderungen gibt, sind die Grundprinzipien sehr gleich geblieben. So wie sich in der Architektur die Stile mit jeder Epoche ändern, bleibt das Grundprinzip Haus immer gleich: Ein Fundament, Wände mit Tür und Fenstern und oben drauf ein Dach.

Für den schnellen Überblick finden Sie hier weitere Tipps, um erfolgreich Ihr Blog-Haus zu bauen.

 

Bloggen für Anfänger – Das FundamentBloggen für Anfänger: Genau wie ein Hausbau

Ehe Sie sich ein Blog aufsetzen und die ersten Artikel verfassen, ist es wichtig, dass Sie sich noch einmal ans Reißbrett setzen. So, wie Sie ein Haus erst bauen können, wenn Sie ein festes Fundament haben, braucht auch ein Blog eine solche Basis, die aus einer guten Planung besteht. Machen Sie erst weiter, wenn Sie eine Antwort auf diese Frage haben:

 

Was genau wollen Sie mit Ihrem Blog erreichen?
Wollen Sie für sich und ein paar Freunde bloggen, oder wollen Sie ein Unternehmensblog aufziehen, das Sie bekannter machen und Kunden generieren soll?

Wenn Sie nur privat bloggen, können Sie frei von der Leber weg schreiben, was Ihnen in den Sinn kommt. Ein gewisses Maß an Planung erleichtert es Ihnen konsequent dabeizubleiben, aber wenn Ihr Ziel Ihr eigener Spaß an der Blogpflege ist, können Sie ganz nach Ihren eigenen Vorstellungen bloggen.

Wenn Sie mit Ihrem Blog allerdings gezielt eine bestimmte Leserschaft ansprechen und begeistern wollen, müssen Sie sich an den Wünschen dieser Leserschaft orientieren. Sie müssen wissen, welche Themen gefragt sind, in welcher Tiefe sie behandelt werden sollten und wie häufig man Neuigkeiten von Ihnen erwartet. Natürlich sollen Sie nicht ihre eigene Stimme als Blogautor verlieren, aber Sie schreiben dann nicht mehr für sich, sondern für Ihre Leser. “Bloggen für Anfänger“ bedeutet nicht, dass Sie keinen Expertenblog aufsetzen können, also wagen Sie es auch als Anfänger, Ihr Wissen zu präsentieren.

Klären Sie in diesem Schritt, ob Sie das, was nötig ist um Ihr Ziel zu erreichen, auch langfristig leisten können und wollen.

 

Bloggen für Anfänger – Der Rohbau

Nachdem mit Ihrer Planung das Fundament steht, können Sie mit dem Rohbau beginnen. Entscheiden Sie sich für eine Blogsoftware wie z.B. WordPress, wählen Sie einen Blognamen aus und arbeiten Sie sich ein wenig in die technischen Aspekte des Bloggens ein. Skizzieren Sie die Struktur Ihres Blogs, die Sie umsetzen wollen, informieren Sie sich über die Impressumspflicht und die Rechte der Bilder, die Sie verwenden wollen. Wenn Sie WordPress nutzen können Sie auch eine Vorauswahl der Plugins treffen, die Sie später (vermutlich) benötigen werden. Entscheiden Sie auch, welches Design Ihr Blog später haben soll. WordPress hat z.B. eine große Auswahl kostenloser Theme, unter denen Sie sicher etwas Passendes finden.

Schreiben Sie einige Artikel, die von Anfang an online sein werden, damit Ihr neu aufgesetztes Blog nicht leer steht. Auch ein Redaktionsplan gehört dazu, damit Sie in den ersten Wochen nach dem Aufsetzen Ihres Blogs nicht den Überblick verlieren oder plötzlich feststellen, dass Ihnen die Themen ausgegangen sind.

Anfangs mag die schier endlose Menge an Möglichkeiten vielleicht erdrückend wirken. Aber wenn Sie sich nicht einschüchtern lassen stellen Sie schnell fest, dass bloggen für Anfänger definitiv kein Ding der Unmöglichkeit ist. Sie haben den großen Vorteil, dass schon viele vor Ihnen mit dem Bloggen angefangen und darüber geschrieben haben, so dass Sie von deren Erfahrungen profitieren können.

 

Bloggen für Anfänger – Das Aussehen

Wenn Sie Ihr Blog aufgesetzt haben, haben Sie ein standardisiertes Aussehen, das zwar funktional, aber nicht wirklich ansprechend ist. Ihr Haus steht also im Rohbau, aber die Wände sind nicht verputzt, an den Fenstern ist noch der Bauschaum zu sehen und es liegt überall Schutt herum. Höchste Zeit für Ordnung zu sorgen und dem Haus – Ihrem Blog – das Aussehen zu verleihen, das Sie geplant haben.

Laden Sie Ihr Wunschtheme hoch und setzen Sie die Struktur um, die Sie sich überlegt haben. Hier haben Sie alle Freiheiten, Ihre Pläne so lange zu ändern, bis Sie glücklich sind. Ihr Blog ist nicht in Stein gemeißelt, sondern kann jederzeit umgebaut werden. Sie können also gerade am Anfang noch viel ausprobieren, da Sie noch keine große Leserschaft haben, die auf große Designänderungen irritiert reagieren könnte.

Wenn Sie ein selbst gehosteten WordPress-Blog aufgesetzt haben, werden Sie feststellen, dass es für nahezu jeden Designwunsch das passende Plugin gibt. Nutzen Sie diese, um Ihre Vorstellungen umzusetzen, aber versuchen Sie gleichzeitig nicht zu viele Plugins zu installieren. Weniger ist oft mehr, und zu viele Plugins können die Ladezeit Ihres Blogs verlangsamen.

 

Bloggen für Anfänger – Die Nachbarschaft

Sie haben Ihr Haus fertig gebaut, den Schutt weggeräumt und einen Garten angelegt – nun können Sie losgehen, die Nachbarn begrüßen und zum Kaffeetrinken zu sich einladen.

Wenn Ihr Blog aufgesetzt ist und die ersten Beiträge stehen, ist es an der Zeit die Welt auf Ihr Blog aufmerksam zu machen. Besuchen Sie andere, themenverwandte Blogs und kommentieren Sie deren Artikel. Jeder Blogger freut sich über Reaktionen zu seinen Texten, und es motiviert ihn und andere, Ihr Blog zu besuchen und ebenfalls zu kommentieren. Scheuen Sie sich auch nicht, mit Fragen auf andere Blogger zuzutreten.

Um noch mehr zukünftige Leser zu erreichen ist es sinnvoll, Ihren Blog auch auf anderen Plattformen bekannt zu machen. Abhängig vom Thema Ihres Blogs sind eine Facebook-Seite und ein Twitter-Profil
sehr gut geeignet, neue Leser zu finden und auf neue Inhalte hinzuweisen.

Sie wollen mehr über das Bloggen erfahren? Dann stöbern Sie in unserem Blogging-Leitfaden! Dort finden Sie viele Tipps und Tricks rund um Ihren Blog.

photo credit: Search Engine People Blog by Blondinrikard Fröberg via photopin cc


Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von B2N Social Media Services. Unser Team unterstützt kleine Unternehmen, sich auch als Anfänger und mit wenig Zeit im Social Web bekannt zu machen. Unter "Leistungen" erfährst Du, wie wir auch Dir helfen können, online neue Interessenten zu gewinnen.

2 Comments

Maik Strunk · 30. November 2014 at 19:39

Hallo Frauke,
was ganz wichtig für Anfänger-Blogger die auch Geld verdienen wollen und dies übersehen, die rechtlichen Aspekte wie Impressum, Datenschutz etc.. Und das Ganze muss Spaß machen und man sollte auch ein gewisses Maß an durchhaltevermögen mitbringen, dann stellt sich der Erfolg automatisch ein. – „Eigene Erfahrungen“

Lg. Maik Strunk

    Frauke Bitomsky · 1. Dezember 2014 at 11:09

    Hallo Maik,

    klar ein Impressum und eine Datenschutzerklärung sind Pflicht. Und Spaß ist auch ein wichtiger Faktor, um dauerhaft dabei zu bleiben, auch wenn bei einem Unternehmensblog die Motivation meist nicht direkt nur im Spaß an der Sache liegt. Aber auch ein Unternehmensblog sollte zumindest keine Belastung sein, und regelmäßig über das eigene Unternehmen und die Branche zu schreiben kann ja auch sehr viel Spaß machen

    Viele Grüße
    Frauke

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