Heute stellen wir das Buch “Wir machen dieses Social Media: Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks von Social Media-Profis“* von Malina Kruse-Wiegand und Dr. Annika Busse vor, das im O’Reilly-Verlag erschienen ist. In diesem Buch finden sich neben Erfahrungsberichten aus großen Unternehmen, Start-ups und Non-Profit-Organisationen finden sich zahlreiche Tipps von über 30 Social-Media-Kennern. Das Buch richtet sich insbesondere an PR- und Marketing-Professionals, ist aber für jeden interessant, der einen Blick hinter die Kulissen werfen möchte. Man muss kein Profi sein, um das Buch zu lesen, sollte aber mit den gängigen Begriffen vertraut sein und ein ungefähres Bild der verschiedenen großen sozialen Netzwerke haben.

Wir machen dieses Social Media

Inhalt des Buchs “Wir machen dieses Social Media”

 

Das Buch besteht aus drei Teilen, die Social-Media-Strategien und –Organisation, Kanäle und Kampagnen und Job-Profile im Social Web behandeln. Am Ende jedes Teils folgt eine Zusammenfassung mit einem Fazit, was auf jeden Fall vermieden werden sollte und welche Ansätze erfolgsversprechend sind.

Social-Media-Strategie und –Organisation

Die Autorinnen dieses Buches haben in den letzten Jahren allesamt den Schritt getan, ihr Unternehmen in den sozialen Netzwerken zu vertreten. Die Ansätze und Umsetzungen unterscheiden sich, und auch die Anfänge verliefen nicht immer reibungslos. Aber in einem grundlegenden Punkt stimmen sie alle überein: Ehe ein Unternehmen mit Social Media beginnt, muss eine Strategie entwickelt werden. Wer ohne einen Plan an die Sache herangeht, verschwendet Zeit und Ressourcen und begeht schnell Fehler, die vermieden werden können.

Die einzelnen Kapitel haben unterschiedliche Schwerpunkte. So beschreibt Dr. Annika Busse den Aufbau der Marke des Start-ups beliya und gibt Zahlen an, welche Erfolge in Form von mehr Besucherzahlen und Verkäufen durch die Social-Media-Präsenzen eingetreten sind, während Annabelle Atchison von Microsoft Deutschland Einblicke in das unternehmensinterne Klima bezüglich Social Media und die Einbindung des ganzen Unternehmens in die Social-Media-Aktivitäten gibt.
Social-Media-Kanäle und -Kampagnen

In den Kapiteln des zweiten Teils gehen die Autoren auf die Schwierigkeit ein, die Balance zu finden zwischen den immer neuen Plattformen, die täglich neu entstehen, und der notwendigen Umsichtigkeit, nicht jedem neuen Trend blind nachzueifern. Dies hängt eng mit dem ersten Teil zusammen: Die Auswahl der richtigen Kanäle ist nur möglich, wenn eine Strategie erarbeitet wurde.

Neben verschiedenen Kampagnen, die vorgestellt werden, werden aber auch Fehler und Probleme der Vergangenheit angesprochen und das schwierige Thema der Krisenkommunikation am Beispiel von Jack Wolfskin und DaWanda aus dem Jahr 2009 aufgeführt. Im Fazit zusammengefasst finden sich viele gute Tipps, mit denen so einige Schwierigkeiten umgangen werden können.

Job-Profile im Social Web

In Deutschland gibt es viele tausend Arbeitnehmer, die als Social Media Manager oder in einem artverwandten Beruf tätig sind. Die Zahl ist steigend. In diesem Teil werden die verschiedenen Berufsbilder vorgestellt, um ein Bild davon zu vermitteln, wie vielfältig die sozialen Netzwerke und die damit zusammenhängenden Aufgaben sind.

In meinen Augen das Wichtigste in diesem Teil: Die Auflistung, welche Eigenschaften dem Beruf als Social Media Manager eher im Weg stehen und welche Talente und Fähigkeiten hilfreich sind, wenn man diesen Job ausüben will. Wer einen klassischen nine to five Bürojob möchte und nur ungerne Veränderungen in seinem Beruf hinnimmt, ist in dem sich ständig wechselnden Feld Social Media nur bedingt gut aufgehoben. Wer aber mit Kreativität und Offenheit an die sozialen Netzwerke herangeht und auch bereit ist, einmal eine Nachtschicht einzulegen oder am Wochenende zu arbeiten, kann mit diesem Job sehr glücklich werden.

Fazit: Von der Erfahrung Anderer lernen

 

Wer sich mit Social Media beschäftigt finden leicht Ratgeber oder Blogbeiträge mit Tipps und Anleitungen, wie man eine Präsenz in einem der vielen sozialen Netzwerke einrichtet, wie man einen idealen Blogpost oder Tweet schreibt und zu welcher Uhrzeit Posts die höchste Reichweite erzielen. Was vielen fehlt sind die Einblicke in die Unternehmen, um all diese Tipps auch tatsächlich umgesetzt zu sehen.

 

Sehr gut umgesetzt in „Wir machen dieses Social Media“ ist, dass es in den sozialen Netzen niemals die eine richtige Strategie gibt, sondern in jeder Situation erneut geprüft werden muss, welche Netzwerke zum Unternehmen passen und welche nicht. Gleichzeitig sind aber auch viele Empfehlungen und Hinweise enthalten, die allgemeine Gültigkeit haben.

 

Wer die verschiedenen Netzwerke und ihre Grundfunktionen bereits kennt, aber mehr über die Unternehmenskommunikation in den sozialen Netzwerken lesen möchte, trifft mit diesem Buch eine gute Wahl. Wer sich noch gar nicht mit Social Media auseinander gesetzt hat, wird damit weniger anfangen können, auch wenn die verschiedenen Erfolgsgeschichten darin noch immer aufzeigen können, wie vielseitig Social Media von Unternehmen eingesetzt werden kann.

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