Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass der Social-Media-Auftritt eines Unternehmens keine weitere Werbemaßnahme ist, sondern auf Kommunikation mit den Kunden aufbaut. Ein Unternehmen soll sich offen präsentieren, auf den Kunden zugehen, einen Blick hinter die Kulissen gewähren – eben menschlich sein. Gleichzeitig muss aber auf die professionelle Ebene gewahrt werden, schließlich geht es immer noch ums Geschäft. Den richtigen Mittelweg für den Social-Media-Auftritt des eigenen Unternehmens zu finden, fällt deshalb gerade Einsteigern nicht leicht.

 

Dein Social-Media-Auftritt: Wie persönlich soll es werden?

 

Warum solltest Du Dich auch persönlich präsentieren?

Schließlich geht es bei Deinem Social-Media-Auftritt darum, Dein Unternehmen und Deine Dienstleitungen oder Produkte zu präsentieren und auf Fragen und Kritik Deiner Kunden zu reagieren. Auch, wenn Du Deine Kunden hauptsächlich dann erreichst, wenn diese privat surfen, geht es immer noch um Dein Unternehmen und damit um das Geschäft.
Aber gerade weil Deine Kunden privat surfen, wenn Du mit ihnen in Kontakt trittst, ist eine persönliche Note in Deinem Social-Media-Auftritt wichtig. So zeigst Du, dass Du auch bei einem professionellen Auftritt gleichzeitig ein Mensch bist und nicht bloß ein Unternehmensname. Denn Social Media ist Kommunikation, und Deine Kunden möchten mit Dir als Mensch kommunizieren. Und nicht zuletzt erhöht es Deine Glaubwürdigkeit, wenn Du nicht nur als Unternehmen wahrgenommen wirst, sondern Deine Fans und Follower sehen, dass hinter dem Social-Media-Auftritt „echte“ Menschen arbeiten.

 

Welche persönlichen Sachen sind passend?Ihr Social-Media-Auftritt braucht auch persönliche Einblicke

Natürlich musst und sollst Du nicht Dein Privatleben öffentlich ausbreiten. Je nach Branche kannst Du ein wenig offener und lockerer sein. Grundlegend gilt: Poste nichts, womit Du Dch unwohl fühlst.
Eine gute Daumenregel für das richtige Maß an persönlichen Informationen ist, nur so viel preiszugeben, wie Du auch einer zufälligen Bekanntschaft auf der Straße erzählen würdest. Das kann z. B. Dein Lieblingsbuch oder Dein Lieblingsbäcker an der Ecke sein, oder aber dass Du gerne in der Mittagspause spazieren gehst, um Energie zu tanken und neue Ideen zu finden. Oder Du wählst ein schönes Foto vom letzten Betriebsausflug.
Wenn Du ein Smartphone nutzt, kann es stimmig sein, sich live von Veranstaltungen zu melden. Schreibe ruhig, wenn Du vor einem Vortrag ein bisschen nervös bist, oder bedanke Dich nach einem Vortrag beim Publikum oder dem Redner. Ein Foto und ein oder zwei persönliche Sätze sind ein schöner persönlicher Beitrag.

 

Wie viel Persönliches gehört zu Deinem Social-Media-Auftritt?

Solche persönlichen Einblicke auf Deinem Social-Media-Auftritt sind wie das Salz in der Suppe. Sie runden den ganzen Auftritt ab, aber sie sind nicht der Hauptbestandteil. Abhängig von Deinem Rhythmus reicht es, hin und wieder etwas Persönliches einzustreuen. Wenn Du z. B. täglich ein Update auf Deiner Facebook-Seite veröffentlichst, kannst Du einen Tag in der Woche wählen, um etwas Persönliches zu teilen.
Es muss auch nicht jedes Mal ein eigener Beitrag für einen persönlichen Einblick erstellt werden. Wenn Du die Idee für einen Blogartikel durch ein Gespräch mit einem Kunden oder während des Wartens in der Schlange im Supermarkt bekommen hast, erzähle diese kleine Anekdote. Ein paar Sätze reichen aus, um einen persönlichen Einblick zu geben und anschließend zu einem Artikel zu Deinem Unternehmen überzuleiten.

Wie bindest Du die persönliche und menschliche Komponente in Deinen Social-Media-Auftritt ein? Wir sind gespannt auf Deine Kommentare.

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2 Comments

  1. Hallo Frauke,

    dieses Thema ist für einen Social-Media-Account von einem Unternehmen sehr herausfordernd. Zwar stimme ich mit dieser Aussage überein: “Grundlegend gilt: Posten Sie nichts, womit Sie sich unwohl fühlen.”, jedoch existieren für Unternehmen strikte gesetzliche Restriktionen. Diese sind zum Teil sehr eng gefasst. Vor allem bei Unternehmen in der Form einer Aktiengesellschaft steigt die Komplexität. Die meiste Freiheit bei den Unternehmen besitzen die (neudeutsch) Ein-Personen-Unternehmen (wie unpersönlich dieses Wort!); sprich die Freiberuflichen und die Unternehmer/-innen.

    Beste Grüße

    Ralph

    1. Halo Ralph,

      dem stimme ich zu. Je kleiner und “unkomplizierter” ein Unternehmen ist, desto größer die Freiheit was persönliche Inhalte angeht. Da ist auf jeden Fall immer Fingerspitzengefühl gefagt, denn grundlegend möglich ist in meinen Augen viel.
      Bei großen Unternehmen kann es schon sehr viel bewirken, wenn das Social Media Team menschlich auftritt und sich persönlich vorstellt, so dass bei den Fans nicht das Gefühl bleibt, nur mit der anonymen Marketingabteilung zu sprechen.

      Beste Grüße

      Frauke

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