Instagram ist ein längst nicht mehr so kleines soziales Netzwerk, auf dem Bilder und Videos geteilt werde können. Im September 2015 hatte es 400 Millionen Nutzer weltweit, wovon 9 Millionen aus Deutschland stammen. Instagram ist also längst kein Trend mehr, sondern ein ernstzunehmendes Netzwerk, dessen Relevanz für Unternehmen noch weiter wachsen wird. Aber wie funktioniert Instagram?

 

Wie funktioniert Instagram?

 

 

Was kann Instagram (nicht)?

Ein großer Unterschied zu den anderen sozialen Netzwerken ist, dass auf Instagram Bilder, aber keine Links geteilt werden. Das heißt, auch eine große Reichweite führt nicht direkt zu mehr Traffic auf Deiner Website. Die einzige Ausnahme davon sind Anzeigen, die mit Links versehen werden können.

Aber was bringt Instagram Dir, wenn es die Nutzer nicht auf Deine Seite führt? Das, was Instagram auszeichnet, ist das „visual storytelling“, das visuelle Geschichtenerzählen. Durch aussagekräftige Bilder kannst Du die Bekanntheit Deiner Marke steigern. Instagram führt also nicht unmittelbar, sondern im zweiten Schritt zu mehr Kunden. Denn wenn Dein Unternehmen bekannter wird und den Nutzern besser im Gedächtnis bleibt, unterstützt dies auch Deine Vertriebsziele.

Ein großer Vorteil von Instagram ist, dass es (noch) keine Filterung für die Bilder gibt. Anders als bei Facebook entscheidet kein Algorithmus darüber, welche Deiner Fotos überhaupt Deinen Fans angezeigt werden. Diese bekommen, ähnlich wie die Tweets auf Twitter, alle Bilder der Accounts zu sehen, denen sie folgen, angefangen mit den neuesten.
Ebenfalls ein großer Vorteil: Die verschiedenen Filter, mit denen die Bilder bearbeitet werden können. Es lohnt sich, diese einmal in Ruhe auszuprobieren und die verschiedenen Effekte zu testen, die damit erreicht werden können.

 

Wie funktioniert Instagram? Erzähl eine Geschichte!

Es geht bei Instagram nicht darum, einfach irgendwelche Bilder zu veröffentlichen, auf denen hin und wieder Dein Logo zu sehen ist. Damit würdest Du kaum einen Nutzer hinterm Ofen hervorlocken. Ehe Du also loslegst, überlege Dir, wie Du Deine Botschaft statt mit Worten mit Bildern übermitteln kannst – und was genau Deine Botschaft ist. Scheue Dich nicht, ein wenig bei anderen Unternehmen zu spicken, um zu sehen, wie die Bilder wirken und was besonders gut funktioniert – und was nicht. Hier findest Du die 10 besten Auftritte von deutschen Unternehmen auf Instagram, die wirklich inspirierend sind.

 

Tipps für Deinen Start auf Instagram

Damit Du nicht über Kleinigkeiten stolperst, geben wir Dir ein paar Tipps für einen guten Start auf Instagram mit auf den Weg. Jeff Bullas hat in diesem Artikel 8 typische und fatale Fehler aufgeführt, die wir für Dich übersetzt und zusammengefasst haben.

Gute Bildqualität
Eigentlich selbsterklärend: Veröffentliche keine schlechten Bilder. Wenn ein Bild gnadenlos verwackelt ist, hilft auch der beste Filter nicht mehr. Eine gute Qualität bei den Bildern vermittelt den Eindruck von Professionalität und der Ernsthaftigkeit, mit der Du an etwas herangehst. Schlechte Bilder hingegen wirken, als würdest Du selbst bei Deinem Unternehmensauftritt schlurig arbeiten – nicht sehr attraktiv für Kunden.
Gerade bei unbewegten Objekten hast Du dank den heutigen Smartphones die Möglichkeit, genug Fotos zu schießen, um anschließend das Beste auszusuchen und zu veröffentlichen.

Kommunikation und Kontinuität!
Auch auf Instagram gilt: Kommunikation ist (fast) alles. Wenn Instagram-Nutzer Deine Bilder und Videos kommentieren, reagiere darauf und zeige so Interesse an ihrem Engagement.
Und bleibe am Ball, auch wenn Du die Aktivität der Fans eine Flaute erlebt. Wie in allen sozialen Netzwerken wirst Du auch auf Instagram kaum Erfolg haben, wenn Du nur sporadisch etwas veröffentlichst.

Kein privater Unternehmensaccount
Wenn Du als Privatperson auf Instagram unterwegs bist, kann ein privater Account sinnvoll sein. Als Unternehmen solltest Du allerdings dafür sorgen, dass auch jeder Deine Bilder sehen kann. Ein privater Unternehmensaccount schränkt lediglich Deine Möglichkeiten ein.

Folge Deinen Fans
Du musst nicht mit jedem Fan kommunizieren, dem Du folgst. Aber indem Du ihnen folgst, erhältst Du mehr Informationen über sie, die Dir wiederum helfen, Deine Inhalte noch besser auf sie abzustimmen.

Social: ja, aber mit Plan
Auch, wenn es Social Media sind und die Nutzer Dich als Menschen erleben wollen, ist der Instagram-Account Deines Unternehmens nicht der Ort, um spontan Bilder aus Deinem Privatleben zu teilen. Das heißt nicht, dass Du keine Einblicke in Deinen Alltag gewähren sollst. Aber achte darauf, dass sie eine gewisse Relevanz für Dein Unternehmen haben.

Nutze Hashtags – aber richtig
Anders als auf Twitter solltest Du auf Instagram nicht zu wenige Hashtags nutzen. Wenigstens sieben oder acht, besser noch elf sollten es schon sein. Tatsächlich haben im letzten Jahr einige Studien herausgefunden, dass eine so hohe Anzahl von Hashtags die Interaktion mit dem jeweiligen Bild deutlich steigert. Natürlich sollten die Hashtags noch immer relevant sein – verzichte auf „Füll-Hashtags“, nur um die Zahl der verwendeten Schlagwörter hochzutreiben.

Nutzt Du bereits Instagram für Dein Unternehmen? Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht? Wir sind gespannt auf Deine Antwort!

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Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von B2N Social Media Services. Unser Team unterstützt kleine Unternehmen, sich auch als Anfänger und mit wenig Zeit im Social Web bekannt zu machen. Unter "Leistungen" erfährst Du, wie wir auch Dir helfen können, online neue Interessenten zu gewinnen.

2 Comments

Lukas · 3. März 2016 at 20:48

Sehr guter Leitfaden. Ich glaube, Instagram hat selbst bei vielen kleinen Unternehmen ein riesiges Potential, vom Restaurant über den Modeladen bis zum Blumengeschäft. Überall wo man visuell punkten kann, ist Instagram glaube ich ein ideales Vermarktungsinstrument. Anders sieht es da bestimmt bei Unternehmen aus, die Dienstleistungen erbringen, Software entwickeln etc. Da wird es wohl wenig Erfolg haben, wenn man ein paar Bilder aus der Firma veröffentlicht in der Hoffung, die Zielgruppe zu erreichen. Für diese Fälle wäre doch bestimmt Content Marketing sinnvoller, oder?

    Frauke Bitomsky · 4. März 2016 at 12:41

    Hi 🙂
    Und vielen Dank 🙂

    Unternehmen, die visuell punkten können, haben es natürlich deutlich leichter auf Instagramm. Ich würde allerdings nicht pauschal sagen, dass Dienstleister auf Instagram keinen Erfolg hätten. Ich sehe dort viel eher eine Chance: Wenn es gelingt, ein Gefühl für die Dienstleistungen visuell umzusetzen, kann das Unternehmen sehr punkten. Zum Beispiel im Falle von Baufinanzierung könnten visuelle Darstellungen von der Sicherheit der Kunden was ihr Heim angeht wirklich gut ankommen.
    Mit Instagram können auch eher „trockene“ Unternehmen emotional aufgeladen werden. Der Weg dahin ist aber wie gesagt nicht ganz so leicht, als wenn man direkt Produkte hat, die man schön in Szene setzen kann.

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