Blog-Bang_Mein Warum und mein WeilAm 4. Juli startete Markus Cerenak in seinem Blog den Aufruf zum großen Blog-Bang. Ein Blog-Bang funktioniert wie eine Blogparade, ist aber besser – er hat eben mehr „Bang!“. Während ich den Artikel zum Blog-Bang in seinem Blog schon motivierend fand, hat mich die Mail mit der Einladung wirklich überzeugt. Wenn Leidenschaft für eine Sache sich auf die Sprache überträgt, ist es um mich geschehen.

Das Thema dieses Blog-Bangs ist das große „Warum?“, um das wir alle meistens einen großen Bogen machen. Denn das „Warum“ zwingt uns in uns zu gehen und unsere eigene Motivation zu überprüfen. Aber es hilft uns auch, unsere eigenen Ziele und Motivationen besser kennen zu lernen.

Aber das „Warum“ ist nur die eine Hälfte. Ebenso wichtig ist das „Weil“, die Antwort auf das „Warum“. Wer hinter seinem „Weil“ steht hat das gute Gefühl, sich selbst zu kennen und überzeugt zu sein von dem, was er tut.

Dieser Artikel mit meinem „Warum“ ist mein Beitrag zum Blog-Bang.

Warum tue ich das, was ich tue?

Warum habe ich mich gemeinsam mit zwei Freunden selbstständig gemacht und warum genau im Bereich Social Media? Weil ich, kurz gesagt, darin die Chance gesehen habe, meine beruflichen Wünsche zu erfüllen.

Ich hatte das Glück, nach dem Studium einen Vorbereitungskurs für Frauen mit Promotionswunsch besuchen zu können, in dem wir mithilfe des Ankertests und verschiedenen Aufgaben unseren eigenen Wünschen und Vorstellungen für unser Leben auf die Spur kamen. So wie jetzt im Blog-Bang haben wir uns intensiv mit der Frage beschäftigt, warum wir tun wollen, was wir tun, und ob wir es eigentlich wollen. Das war gut und wichtig für mich, denn nach dem Studium war ich vieles, aber nicht wirklich vorbereitet auf die Arbeitswelt. Das war die Zeit, als ich gelernt habe, dass der sagenumwobene „Fachkräftemangel“ nicht mehr als ein urbaner Mythos ist.

Warum ich selbstständig sein wollte

Ich hatte neben meinem Abschluss also nur eine Vorstellung davon im Gepäck, welche Ansprüche ich an mein zukünftiges berufliches Leben stellte: Ich wollte keinen Job, bei dem ich 8 Stunden am Tag unter Hochdruck stehe und trotz aller Leistung immer befürchten muss, nach der Probezeit nicht übernommen oder wegrationalisiert zu werden, ich wollte etwas Sinnvolles in einem sympathischen Umfeld tun von dem ich sehe, dass es anderen Menschen nützt, ich wollte die Wertschätzung für meine Arbeit auch in meinem Gehalt wiederfinden – und ich wollte schreiben. Als Berufsanfänger einen Job zu finden, der diesen Voraussetzungen entspricht, gleicht einem 6er im Lotto. Mit Zusatzzahl.

Sicher, am Anfang sollte man nicht zu wählerisch sein und auch mal in den sauren Apfel beißen. Aber niemand sollte sich unter Wert verkaufen und seine eigenen Träume und Wünsche aufgeben müssen, weil das für den Arbeitsmarkt bequemer ist. Ich wollte keinen Job nur um des Jobs Willens, sondern eine Arbeit von der ich überzeugt bin. Denn ich möchte nicht nur auch in zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren noch überzeugt von meiner Arbeit sein, sondern ich glaube auch, dass wir nur dann wirklich gute Leistung erbringen können, wenn wir hinter einer Sache stehen.

Neben den ideellen Wünschen war mir tatsächlich auch das Schreiben wichtig. Ich schreibe unglaublich gerne, genau genommen seit ich das Zehn-Finger-Schreiben beherrsche. Das Geklacker der Tastatur und die Worte, die wie von selbst auf dem Monitor erscheinen, ohne dass ich dabei auf meine Finger gucken muss (außer ich muss das ä erwischen), machen mir einfach Spaß. Aber auch was die Inhalte angeht schreibe ich gerne. Einen Blogartikel zu recherchieren, die Informationen zu filtern und einen neuen Text zu erschaffen, der die Leser anspricht, fühlt sich gut an.

Warum will ich helfen?

Ich finde es problematisch, dass die Aussage „Ich möchte anderen Menschen helfen“ heutzutage wie ein nicht ernst gemeintes Klischee klingt; wie eine hübsche Floskel um eine Selbstbeschreibung mit ein paar Schnörkeln zu versehen. Das ist schade, weil der Wunsch, Anderen zu helfen, keine hohle Worthülse sein sollte.

Wenn wir anderen Menschen helfen, und sei es nur bei einer vermeintlichen Kleinigkeit, gibt uns das gleichzeitig das Wissen, dass unsere Arbeit einen Sinn und Zweck hat und von anderen wertgeschätzt wird. Wir sehen direkt das Ziel, für das wir uns einsetzen – eine Frage zu beantworten, eine Dienstleistung zu erbringen, ein Produkt herzustellen. Es ist eine Win-Win-Situation: Die eine Seite erhält Hilfe bei einem Problem, die andere Seite das gute Gefühl, helfen zu können.

Mein Fazit für den Blog-Bang

Für mich war die Entscheidung, mich genau in diesem Bereich Social Media mit zwei guten Freunden selbstständig zu machen, genau richtig. Es war und ist ein Stück weit ein Abenteuer, da wir den sicheren Hafen des bekannten Modells „arbeiten als Angestellter“ verlassen haben, aber bisher hat sich der Aufbruch auf jeden Fall gelohnt. Wir können uns unsere Arbeit selbst gestalten und B2N in Einklang mit unseren Wünschen und unserem „Warum“ aufbauen. Ich finde mich jeden Tag mit meinen Wünschen wieder und habe die Freiheit, sie zu verfolgen.

Das ist mein „Weil“, mit dem ich guten Gewissens auf mein „Warum“ und den Blog-Bang antworten kann.

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