Am vergangen Freitag war in Deutschland Land unter, wie wir im Norden sagen. Eine Folge waren zahlreiche vollgelaufene Keller. Und während ich das Wochenende damit verbracht habe, meinen Keller wieder zu trocknen, hatte ich viel Zeit, über das Thema Notfallplan und Vorbereitung auf den Ernstfall nachzudenken. Denn was beim Firmenauftritt in den sozialen Netzen sinnvoll ist, hätte mir auch in meinem Keller viel Arbeit erspart: Ein Notfallplan für unerwartete Katastrophen.

Notfallplan

Was für Notfälle?

Vielleicht fragst Du Dich, was für Unglücke im Social Web passieren sollen, dass Du einen Notfallplan benötigst. Schließlich sind die Kosten überschaubar, und schlimmstenfalls liest niemand Deine Beiträge, oder?

Leider nein. Auch bei Deinem Social-Media-Auftritt kann etwas schiefgehen. Damit Du dann schnell reagieren und einen größeren Schaden verhindern kannst, brauchst Du eine gute Vorbereitung. Diese kostet zwar etwas Zeit, allerdings sparst Du diese in einem Ernstfall wieder um ein Vielfaches ein.

Mögliche Katastrophen sind neben einem Shitstorm auch Abmahnungen, kaputter Computer, verlorene Passwörter und Daten oder plötzlich fehlender Internetzugang. Auch fehlender Content, weil Dir die Zeit fehlte, ist ein kleineres Unglück.

Notfallplan Shitstorm

Ein Shitstorm ist längst keine so große Katastrophe wie Du vielleicht glauben wirst. Die Chance, dass sich die Massen der Internetnutzer auf Deinen Präsenzen über Dein Unternehmen auslassen, ist ziemlich gering. Und selbst wenn dieser Fall eintritt, kannst Du durch eine schnelle und gute Reaktion die Wogen wieder glätten.

Wahrscheinlicher ist, dass ein einzelner Kunde sich austobt. Damit Du vorbereitet bist, überlege Dir im Vorfeld, wie Du auf welche Form der Kritik reagieren wirst. Antworte einem wütenden Kunden nicht mit vorgefertigten Floskeln, aber habe einen Plan, an dem Du Dich entlangarbeiten kannst. Wenn mehrere Mitarbeiter für die Social-Media-Kanäle zuständig sind, sorge dafür, dass jeder diesen Notfallplan kennt.

Notfallplan Abmahnung

Post vom Anwalt ist selten etwas Gutes. Besonders unschön wird es, wenn auf einmal eine Abmahnung ins Haus flattert und hohe Kosten auf Dich zukommen. Die gute Nachricht: Du bist der Situation nicht hilflos ausgeliefert.

Das Beste ist natürlich, einfach nichts zu tun, was abmahnbar ist: Habe auf all Deinen gewerblichen Präsenzen ein gültiges Impressum, eine Datenschutzerklärung auf Deiner Homepage und nutze nur Grafiken, die Du auch verwenden darfst. Dies bedeutet leider, dass Du immer auch Zeit aufwenden musst, um auf dem Laufenden zu bleiben. Darüber hinaus kann eine Versicherung Dir gute Dienste leisten. Und nicht zuletzt ist es sinnvoll, wenn Du Dir einen Anwalt suchst, der sich mit der Rechtslage im Social Web auskennt, an den Du im Ernstfall wenden kannst.

Notfallplan Technikausfall

Wenn Dein Unternehmen in den sozialen Netzwerken vertreten ist, bist Du davon abhängig, regelmäßig online gehen zu können. Wenn nun Dein Computer ausfällt, hast Du ein Problem, denn Du kannst nicht mehr nur keine neuen Beiträge veröffentlichen, sondern auch nicht mehr auf Deine Fans reagieren.

Das heißt nicht, dass Du für die bloße Möglichkeit eines Computerausfalls einen Zweitcomputer kaufen sollst. Aber Du solltest wissen, was Du tun kannst, wenn Dein Computer das Zeitliche segnet. Am Einfachsten ist es, auf dem Smartphone die Apps der entsprechenden Netzwerke einzurichten. So kannst Du auch im Notfall reagieren.

Notfallplan Passwort- und Datenverlust

Der Technikausfall geht meist damit einher, dass Du Dich mit einem anderen Gerät in den sozialen Netzwerken anmeldest. Zumindest, wenn Du Dich an die Passwörter erinnerst. Und das ist nicht unbedingt einfach: Wenn Du keine ungeeigneten Passwörter wie „123456“, „Passwort“ oder „qwertz“ verwendest, kann es durchaus sein, dass Du Dich nicht mehr genau erinnerst. Wenn Du Deine Passwörter einfach nicht im Kopf behalten kannst, solltest Du sie also unbedingt aufschreien und den Zettel an einem sicheren Ort verwahren.

Ebenfalls einen Notfallplan brauchst Du, wenn Dir Deine Daten abhanden kommen. Sei es durch den oben aufgeführten kaputten Computer oder weil ein Netzwerk, in dem Du Dein Unternehmen vertrittst, schließt – wichtige Daten sollen nicht verloren gehen. Führe deshalb regelmäßige Backups Deiner Daten durch und speichere Texte und Grafiken auf einer externen Festplatte, um auch später sicher darauf zurückgreifen zu können.

Notfallplan bei fehlendem Internetzugang

Und was tun, wenn Du plötzlich nicht mehr ins Internet kommst? Wenn der Router den Geist aufgibt, ist das ärgerlich. Und Du kannst nicht einmal schnell googeln, was Du jetzt am besten tun könntest. Ist dieser Ausfall nur kurzfristig, reicht es, wenn Du über Dein Smartphone oder Tablet auf die Social-Media-Präsenzen Deines Unternehmens zugreifen kannst. Ist der Ausfall länger, wird dies aber lästig. Eine gute Möglichkeit für solche Fälle ist ein Surfstick, der nur an den Tagen Kosten verursacht, an denen Du ihn verwendest. Er hat außerdem auch den Vorteil, nicht nur Dein Notfallplan bei Internetausfall zu sein, sondern Dir im Sommer das Arbeiten vom Park aus zu ermöglichen. Und im Park zu arbeiten ist ein sehr guter Notfallplan, wenn es im Sommer zu heiß im Büro wird.

Hast Du einen Notfallplan für solche oder andere Unglücke? Verrate sie uns! Wir sind gespannt auf Deine Antwort!

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