Im Fernsehen ist Social Media längst angekommen. Immer häufiger werden in Sendungen auf Hashtags oder die Facebook-Fanseite zur Sendung hingewiesen und Fragen für eingeladene Gäste vorgelesen, die von Zuschauern über die sozialen Netzwerke gestellt wurden.
Auf der Europapremiere des Mittelerde-Blockbuster „The Hobbit: The Desolation of Smaug“ in Berlin am vergangenen Montag erlebten Tristan Büchtmann und ich weitere Anwendungsmöglichkeiten, wie Social Media auch auf Veranstaltungen zum Einsatz kommen kann.

Fotos teilen mit RFID-Chips

RFID steht für radio-frequenzy identification, die Identifizierung mithilfe elektromagnetischer Wellen. Zu einem RFID-System gehören ein Chip, der in oder an einem Gegenstand oder Lebewesen ist und einen Code enthält sowie ein Lesegerät, das diesen Code auslesen kann. Bisher werden sie insbesondere in der Logistik verwendet, aber auch um z.B. Haus- und Zootiere durch die Injektion eines Chips zu markieren.

Karte mit RFID-ChipAuf der Europapremiere des Hobbit hat Facebook Karten mit RFID-Chips verwendet, um Fotos der Veranstaltung direkt an die Pinnwände der teilnehmenden Fans zu posten. Nutzen konnte dies jeder, der in einem Gewinnspiel einen Platz in einem extra dafür abgetrennten Bereich direkt am roten Teppich gewonnen hatte. Jeder Gewinner erhielt eine solche Karte mit Chip. Über einen Link konnte man sich mit der Nummer der Karte und den eigenen Facebookdaten sehr unkompliziert einloggen.

Im späteren Verlauf der Premiere waren einige Fotografen von Facebook unterwegs, die die Kartenträger fragten, ob sie fotografiert werden wollten. Mit einem Lesegerät in Stiftform lasen sie die Chips der Karten aus, schossen Fotos von diesen Personen und gaben die Bilder anschließend über ein Smartphone frei. So waren die Fotos innerhalb weniger Minuten hochgeladen, und die Freunde, die zuhause geblieben waren, konnten mitverfolgen, was in Berlin geschah.

Positiv aufgefallen ist mir, dass dabei die eigenen Privatsphäreeinstellungen übernommen wurden und die Fotos somit nicht automatisch öffentlich zu sehen waren.

 

Die Stars des „Hobbit“ fotografieren sich selbst

Ebenfalls von Facebook kam eine gut zwei Meter große Box, die am Rande des roten Teppichs aufgestellt wurde. In die Seite, die zum roten Teppich gewandt war, war eine Kamera mit Selbstauslöser eingebaut, mit man sich selbst fotografieren konnte. Wir haben leider nicht sicher herausgefunden, ob die Bilder automatisch bei Facebook hochgeladen oder aber für eine spätere Auswahl erst einmal nur gespeichert wurden. Allerdings können wir mit Sicherheit sagen, dass einige der anwesenden Stars viel Spaß dabei hatten, sich damit zu fotografieren.

Social Media im Fernsehen: Chatfragen an die Stars

Bereits bekannt, aber der Vollständigkeit halber hier aufgeführt, waren von Fans in sozialen Netzwerken gestellte und vorgelesene Fragen. Die Moderatorin und Bild-Reporterin Özlem Evans las dabei die Fragen vor, die im Chat von Bild.de gestellt wurden. Auch, wenn so immer nur die Fragen weniger Fans gestellt werden, zeigt die Erfahrung, dass doch immer sehr viele Fans die Chance nutzen, sich an solchen Aktionen zu beteiligen.

 

Fazit

Social Media gewinnt auf Großveranstaltungen nicht nur immer mehr an Bedeutung, sondern es werden auch (zumindest in Deutschland noch eher unbekannte) neue Wege gefunden, die sozialen Netzwerke einzubinden. Wir sind gespannt, wie sich dieser Trend in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird.


Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von B2N Social Media Services. Unser Team unterstützt kleine Unternehmen, sich auch als Anfänger und mit wenig Zeit im Social Web bekannt zu machen. Unter "Leistungen" erfährst Du, wie wir auch Dir helfen können, online neue Interessenten zu gewinnen.

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