Social Media führt die Menschen zusammen und befeuert wie kaum etwas anderes den ständigen Austausch untereinander. Dabei verwischen die Grenzen, und Chef und Angestellter tauschen sich (im Idealfall) gleichwertig in den sozialen Netzwerken aus. Klar, dass man sich da auch gerne öffnen und das eigene Unternehmen auf eine menschlich-sympathische Art zeigen möchte.
Ehe Du jetzt in die Tasten haust, denke aber daran, dass es immer noch ein paar Dinge gibt, die Du besser nicht posten solltest. Denn wenn Du für Dein Unternehmen schreibst, fällt all dies nicht auf Dich, sondern Dein Unternehmen zurück.

 

Pssst! Was Du besser nicht posten solltest

 

Beleidigungen bloß nicht posten

Manche Menschen sind Hornochsen. Sie verderben einem mit wenigen Sätzen den ganzen Tag und machen Dir nur Ärger und Stress. Nicht immer kannst Du Ihnen aus dem Weg gehen. Da hilft nur eines: Augen zu und durch. Ärgere Dich im Stillen über sie und lass in einem geschützten Umfeld Dampf ab, wenn Du sicher bist, dass nichts nach außen dringt. Aber poste niemals, niemals Beleidigungen, egal wie sehr Du Dich im Recht fühlst.

Unabhängig davon, dass Du Dich mit Beleidigungen strafbar machen kannst, schaden solche Posts dem Image Deines Unternehmens ganz erheblich. Betrachte das einmal aus der Perspektive eines Kunden oder Fans: Würdest Du gerne einem Unternehmen folgen, dass andere Kunden oder Unternehmen mit Beleidigungen betitelt? Wohl eher nicht. Also reiß dich zusammen und hänge Dir folgendes chinesisches Zitat über den Arbeitsplatz:

 

Inmitten einer großen Freude soll man niemandem etwas versprechen;
inmitten eines großen Ärgers soll man keinen Brief beantworten.

 

Besser: Statt Dinge zu veröffentlichen, die Du besser nicht posten solltest, verzichte einfach darauf, das Ärgernis öffentlich zu thematisieren. Wenn Du doch darauf zu sprechen kommen musst, bleibe sachlich. Es ist nicht verboten, zu zeigen, dass Du über die Situation verärgert bist oder Dir gewünscht hättest, dass etwas besser verläuft. Aber greife den vermeintlichen Schuldigen nicht an, sondern versuche allenfalls, eine Lösung zu finden, wie man mit dem Dilemma weiterarbeiten kann. So zeigst Du, dass Du lösungsorientiert arbeitest, und nicht an einem Streit festhältst, der niemandem etwas bringt.

 

Ebenfalls nicht posten: Lügen

Durch falsche Behauptungen kannst Du Dich ebenso strafbar machen wie durch Beleidigungen, und wenn sie auffliegen, ist der Imageschaden vorprogrammiert. Also verzichte von Anfang an darauf, Unwahres zu sagen, egal aus welchem Grund. Neben Beleidigungen sind auch verbreitete Unwahrheiten über andere Personen etwas, was eben sehr schnell zu Konsequenzen führt.

Und auch in den anderen Fällen, in denen man gerne einmal flunkert, bringt es Dir wesentlich mehr, offen einen Fehler einzugestehen oder dazu zu stehen, eine Frage nicht beantworten zu können. Denn Deine Kunden und Fans können so Vertrauen zu Dir fassen: Indem Du ihnen zeigst, dass Du etwas nicht weißt und das zugibst, zeigst Du ihnen gleichzeitig, dass Du nicht lügst. Dadurch erhält das, was Du sagst, gleich mehr Bedeutung.

Kurz gesagt: Unwahres sollte man niemals posten!

 

Zu Privates besser nicht posten

Es steht einem Unternehmen gut zu Gesicht, die Fans einmal hinter die Kulissen blicken zu lassen. Das wirkt menschlich und verbindet auf einer Ebene, die man auch durch hochwertige Inhalte nicht erreicht. Auf der anderen Seite sollten die Inhalte Deines Unternehmens auch nicht zu privat sein, denn es ist immer noch ein geschäftlicher Auftritt.

Das bedeutet mitunter einen nicht ganz leichten Spagat zwischen einem professionellen Auftritt auf der einen und privaten Einblicken auf der anderen Seite. Wie viel zu viel ist, hängt ab von der Branche, in der Du arbeitest. In der Kreativbranche kannst Du Dich zum Beispiel deutlich lockerer geben als im Finanzbereich.
Welche Art Privates für welches Unternehmen passt und welche Inhalte man besser nicht posten sollte, kann immer nur im Einzelfall entschieden werden. Die beste Daumenregel dafür ist, dass Du Dich mit den Inhalten wohl fühlen musst. Wenn Du Bedenken hast, halte sie lieber zurück und finde eine Alternative, die sich besser für Dich anfühlt.

 

Firmeninterna musst Du nicht posten

Du musst (und solltest) keine Firmeninterna posten, die nicht an die große Glocke gehängt werden sollen. Neue Verfahrensweisen solltest Du nicht im Detail vorstellen, ebenso wenig, wenn es intern gerade Streit gibt. Das geht niemanden außerhalb des Unternehmens etwas an. Wie auch bei Kontakten im realen Leben solltest Du Dich bei unternehmensinternen Problemen in den sozialen Netzwerken um ein professionelles Auftreten bemühen. Facebook und Co. sind nicht der Ort, um dreckige Wäsche zu waschen.

 

Bloß nicht posten: Polarisierende Inhalte

Politik und Religion sind Bereiche, die einem Minenfeld gleichen. Hier kannst Du es niemals allen Recht machen, und je stärker eine Aussage polarisiert, desto eher werden sich Nutzer berufen fühlen, darauf zu antworten. Das bringt Dir auf der einen Seite Unterstützer, ruft auf der anderen Seite aber auch diejenigen auf den Plan, die eine andere Meinung haben oder Streit sähen wollen.

Das heißt nicht, dass Du für Dein Unternehmen solche Inhalte nicht posten darfst. Es gibt durchaus Beispiele, in denen es Unternehmen sehr gut tat, Stellung zu beziehen und darüber zu berichten. Aber so ein Schritt wird immer Wellen schlagen, weshalb er nur bewusst gegangen werden sollte. Wenn Du keine anschließenden Diskussionen über das Thema möchtest, verzichte besser auf solche Äußerungen.

Welche Dinge würdest Du im Namen Deines Unternehmens nicht posten? Wir sind gespannt auf Dein Kommentar!

 


Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von B2N Social Media Services. Unser Team unterstützt kleine Unternehmen, sich auch als Anfänger und mit wenig Zeit im Social Web bekannt zu machen. Unter "Leistungen" erfährst Du, wie wir auch Dir helfen können, online neue Interessenten zu gewinnen.

1 Comment

Die Social Web News aus der 51. Kalenderwoche - Social Web NewsSocial Web News · 3. März 2016 at 20:27

[…] Welche ‪‎Inhalte‬ man besser nicht posten sollte […]

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