Das Telemediarecht ist so eine Sache. Auf der einen Sache ist es unendlich wichtig, wenn man sich im Internet bewegt, auf der anderen Seite sind Texte mit juristischem Inhalt eine Qual für jeden, der sie lesen muss. Dass Medienrecht mit Bezug auf die neuen Medien in einem eigenen Heft des Kurses zum Online-Redakteur* behandelt wird, ist also ebenso anstrengend wie notwendig.

Telemediarecht im Überblick

Dieses Heft gibt ganz klar „nur“ einen Überblick über das Thema. Bei jedem Punkt ins Detail zu gehen würde den Rahmen eindeutig sprengen. Aber um ein Grundgefühl zu vermitteln und aufzuzeigen, welche Bereiche wichtig sind, ist dieses Heft ideal. Die ersten beiden Lektionen drehten sich darum, wie das Telemediarecht entstanden ist und wie das Telekommunikationsrecht aussieht. Ohne Frage wichtig, aber nichts, was mir wirklich Freude bereitet.
Ab der dritten Lektion wird es dann aber interessant, da es nun um Multimediarecht geht: Zulassungsfreiheit, Definition unzulässiger Dienste, Urheberschutz, Schutz geistigen Eigentums und was bei Werbung erlaubt und verboten ist. All das sind Themen, denen jeder ständig begegnet, der gewerblich im Internet unterwegs ist, egal ob in den Social Media oder mit einer Website.

Im vierten Kapitel dreht sich alles um das Presserecht, also die Frage, wer was wann wie sagen darf. Neben der freien Meinungsäußerung kommen auch das Informationsrecht, die Notwendigkeit eines Impressums, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und das Recht am eigenen Bild zur Sprache. Auch die Voraussetzungen für Gegendarstellungs-, Schadensersatz- und Unterlassungsansprüche werden behandelt.

Im fünften Kapitel wird das Thema behandelt, das auch immer wieder in den Medien auftaucht: Datenschutz. Was muss beachtet werden, wenn Daten gesammelt werden, und welche Daten dürfen überhaupt gesammelt werden? Abgeschlossen wird dieses Heft mit einigen letzten Themen wie der Telearbeit und der Unterscheidung zwischen selbstständiger und unselbstständiger Tätigkeit.

 

Mein Fazit zum Telemediarecht

Ich kann nicht sagen, dass mir alle Aufgaben Spaß gemacht haben. Ich habe ein recht gutes Gespür dafür, was ich im Internet schreiben darf und was nicht, ohne dafür jeden Paragraphen vom Telemediarecht zu kennen. Aber einen Fall vorgestellt zu bekommen und bewerten zu müssen, ist eine ganz andere Herausforderung. Eines hat mir dieses Heft ganz eindeutig gezeigt: Es ist sehr gut, sich ein bisschen in die Thematik einzuarbeiten. Aber ein Laie bleibt man dennoch, denn das Telemediarecht kann über dieses Heft hinaus noch sehr vertieft werden, was auch immer wieder im Heft selbst aufgeführt wird.

Zwei Ratschläge von mir an jeden, der sich diesem Heft widmet: Es lohnt sich, die verschiedenen Gesetze mit ihren Abkürzungen aufzuschreiben und neben das Heft zu legen. Denn nach einmaliger Erklärung werden nur noch die Abkürzungen verwendet, was das Textverständnis für Einsteiger nicht wirklich vereinfacht.
Für die Einsendeaufgabe lohnt es sich, die anonym formulierten Beispielfälle einmal bei Google zu suchen, da sie sich auf wahre Fälle beziehen und die jeweilige Rechtsprechung sehr aufschlussreich ist.

Ich für meinen Teil bin froh, dass ich das Thema Telemediarecht beendet habe und mich nun dem nächsten Heft widmen kann: Wege in die Berufstätigkeit des Online-Redakteurs.
Weitere Teile der Serie:
Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 1: Meine Erwartungen

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 2: HTML-Grundlagen

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 3: Online-Texten

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 4: Texte Redigieren

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 5: Textarten

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 6: Recherche

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 7: Kommunikation

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 8: CSS

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 9: Screen-Design

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 11: Gründung

Mein Weg zum Online-Redakteuer, Teil 12: Phase 5

Mein Weg zum Online-Redakteuer, Teil 13: Projektmanagement

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 14: Videos

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 15: Videoschnitt

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 16: Videobearbeitung

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 17: Fotodesign

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 18: Bildbearbeitung

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Categories: Online-Redakteur

Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von B2N Social Media Services. Unser Team unterstützt kleine Unternehmen, sich auch als Anfänger und mit wenig Zeit im Social Web bekannt zu machen. Unter "Leistungen" erfährst Du, wie wir auch Dir helfen können, online neue Interessenten zu gewinnen.

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