Projektmanagement bedeutet gute Planung

Das Fernstudium zum Online-Redakteur* nähert sich langsam seinem Ende, was sich auch in diesem Heftinhalt bemerkbar macht. „Grundlegendes Internet-Publishing“ ist der Titel, auch wenn Projektmanagement in meinen Augen treffender ist. Anhand des fiktiven Kunden Optiker Durchblick wird ein Auftrag in seinen verschiedenen Phasen durchgegangen, um die Arbeit des Online-Redakteurs einmal in der Praxis zu erleben.

 

3 oder 5 Phasen

In diesem Heft wird ein etwas knapperes und ein ausführliches Projektmanagement vorgestellt. Das vorgestellte Drei-Phasen-Modell ist dabei gut geeignete für kleinere Aufträge, wie z. B. Optiker Durchblick, der nur die Erstellung einer kleinen Website für sein Ladengeschäft möchte. Das Fünf-Phasen-Modell ist schon deutlich umfangreicher und für größere Projekte gedacht.
Zuerst werden beide Modelle zusammengefasst erklärt. In den anschließenden Kapiteln wird das Drei-Phasen-Modell am Beispiel von Optiker Durchblick ausführlich durchgearbeitet, wobei ein großes Augenmerk auf wichtige Fragen und Punkte im Projektmanagement gelegt wird.

 

Zuviel des Guten

Auch wenn es sehr gut war, so ausführlich ins Projektmanagement einzutauchen, war es stellenweise doch ein wenig viel. So wurde nicht nur erklärt, wie der erste Entwurf der Website für den Optiker entwickelt wurde, sondern auch ausführlich auf html und CSS eingegangen, mit denen die Beispiel-Website aufgebaut wurde. Gleichzeitig wurden html und CSS aber nicht erklärt, da dies ja bereits in früheren Heften geschehen war.
Das hat viel Platz gekostet und ehrlich gesagt habe ich diese Seiten überschlagen, da es mir nichts gebracht hat. Wenn ich noch einmal etwas über html oder CSS nachlesen möchte, werde ich in den entsprechenden Kursheften nachschlagen, die ausführlich auf diese beiden Themen eingegangen sind. In diesem Kursheft ging es eigentlich um das Projektmanagement, weniger darum, wie im Einzelnen die technischen Schritte umgesetzt werden.

 

Die hohe Kunst des Projektmanagement

Trotzdem fand ich, dass dieses Heft eines der wirklich wertvollen des Studiums ist. Es beinhaltet zwar nicht viel wirklich Neues, aber es fasst die notwendigen Punkte sehr gut zusammen und erläutert sie. Es wird klar herausgestellt, wie wichtig eine gute und detaillierte Planung ist, wenn man mit Kunden zusammen arbeitet, und welche Herausforderungen es zu meistern gibt.

 

Die Suchmaschinenoptimierung…

Da es nicht nur um Projektmanagement geht, sondern auch um Internet-Publishing, spielt auch das Thema Suchmaschinenoptimierung eine wichtige Rolle. Das Thema ist und bleibt wichtig, schließlich möchte man mit einer Website auch gefunden werden. Mein Kritikpunkt an diesem Kapitel ist, dass es (wieder einmal) veraltet ist. So stammen einige von www.webhits.de aufgeführten Daten, wie groß der Marktanteil von Google ist, aus dem November 2010. Die Adresse zur Überprüfung des eigenen Google-Pageranks ist zumindest so veraltet, dass die angegebene Seite nicht mehr existiert.

Es war nicht so schlimm wie anfangs befürchtet, da die grundlegende Erklärung, was Suchmaschinen sind und weshalb eine Suchmaschinenoptimierung wichtig ist, durchaus noch zutrifft. Es werden ausführlich verschiedene Suchdienste mit ihren Besonderheiten vorgestellt, was in dieser Ausführlichkeit für mich nicht nötig gewesen wäre. Generell ist dieses Kapitel interessant, aber dennoch würde ich beim Thema Suchmaschinenoptimierung lieber im Internet nach aktuellen Artikeln suchen, um auf der sicheren Seite zu sein. Positiv hervorzuheben ist, dass das Kursheft davor warnt, Texte für Websites mit Schlüsselwörtern vollzustopfen und auf einen ordentlichen Aufbau einer Website pocht, und es warnt vor Duplicate Content.

 

Fazit

Ein sehr lohnenswertes Heft, insbesondere in Bezug auf das Thema Projektmanagement. Das Kapitel zur Suchmaschinenoptimierung fand ich etwas dröge, und auch wenn es an sich richtige Inhalte hat, würde ich eher dazu raten, im Falle eines Auftrags aktuelle Artikel zum Thema Suchmaschinenoptimierung zu lesen.

 

Weitere Teile der Serie:
Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 1: Meine Erwartungen

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 2: HTML-Grundlagen

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 3: Online-Texten

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 4: Texte Redigieren

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 5: Textarten

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 6: Recherche

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 7: Kommunikation

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 8: CSS

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 9: Screen Design

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 10: Telemediarecht

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 11: Gründung

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 12: Phase 5

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 14: Videos

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 15: Videoschnitt

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 16: Videobearbeitung

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 17: Fotodesign

Mein Weg zum Online-Redakteur, Teil 18: Bildbearbeitung

(*=Affiliatelink)

photo credit: sketchnote project management by Luigi Mengato via photopin (license)


Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von B2N Social Media Services. Unser Team unterstützt kleine Unternehmen, sich auch als Anfänger und mit wenig Zeit im Social Web bekannt zu machen. Unter "Leistungen" erfährst Du, wie wir auch Dir helfen können, online neue Interessenten zu gewinnen.

3 Comments

R. M. · 10. September 2015 at 10:14

Hallo Frauke,

habe mir jetzt in den letzten Wochen einige Deiner Beiträge durchgelesen – gute Tipps vor allem für Anfänger dabei!
Die überlegte Aufbereitung der Artikel ist Dir wirklich sehr gut gelungen.

    Frauke Bitomsky · 10. September 2015 at 11:24

    Hi,

    danke für das Lob. Es freut mich, dass meine Artikel hilfreich sind 🙂

    Viele Grüße
    Frauke

Internetagentur Browserwerk | Christoph · 6. Oktober 2015 at 14:50

Hallo Frauke,

sehr interessante Serie, die du hier beschrieben hast. Der Thematik ist es geschuldet, dass du die Themen teilweise knapp beschrieben hast und nicht in der Tiefe versackt bist. Beim SEO möchte ich allerdings noch hinzufügen, dass SEO ein Prozess ist und niemals enden sollte. Es wird unterschieden zwischen der Onpage und der Offpage-Optimierung. Beim ersteren, wie der Name sagt, werden Faktoren auf der Seite optimiert. Optimierung heißt nicht, dass die Suchmaschine beschissen wird (vorsicht, sowas kann sehr hart bestraft werden…), sondern den Inhalt und die Struktur bestmöglich aufzubereiten. Das hat den Vorteil, dass die Usability gesteigert wird, die Besucher sich wohl fühlen und zusätzlich als Effekt auch die Positionierung in den Suchergebnissen gesteigert wird.

Viele Grüße

Christoph

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